Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecke Hemer-Menden?

Es würden Träume wahr: Reaktivierung der Bahnstrecke Hemer-Menden

Foto: IKZ

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Hemer. (rd) Es würden Träume wahr, wenn die Bahnstrecke Hemer-Menden reaktiviert werden könnte. (Wir berichteten am Samstag exklusiv.)

Jetzt hat sich doch ein Interessent gefunden”, teilt die Stadt Hemer jetzt mit und schreibt: „Die Bonner Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE) ist bereit, auf der Bahnstrecke Hemer-Menden Personennahverkehr wieder aufleben zu lassen. Das haben Beteiligte der RSE und Vertreter der Stadt Hemer bei einem Gespräch in Bonn diskutiert, weil gegen den Rückbau der Gleise seitens der RSE Klage beim Arnsberger Verwaltungsgericht gegen das Eisenbahnbundesamt eingereicht wurde.”

Eine gerichtliche Auseinandersetzung werde es voraussichtlich nicht geben, denn Hemer und die RSE seien sich einig, so Hemers Stadtpressesprecher Marc Giebels, der schreibt: „Die Bahnverbindung lag der Stadt schon immer am Herzen", erklärt Erster Beigeordneter Peter Friedrich, „allerdings hatte sich bis heute niemand gefunden, der die Strecke wirtschaftlich betreiben könnte." Der Radweg zwischen Hemer und Menden, so Friedrich, sei Plan B gewesen, um zumindest die Trasse für die nächsten 25 Jahre zu erhalten: „Wir wollen uns nicht in die Zuschauerrolle drängen lassen", so Friedrich, „sondern aktiv im Sinne unserer städtebaulichen Ziele handeln."

Die RSE sehe nach eigenen Angaben durchaus die Möglichkeit, so Giebels weiter, die Bahnstrecke bis zur Landesgartenschau 2010 zu reaktivieren. Die RSE gebe an, bereits einen Antrag auf Betriebsgenehmigung gestellt zu haben. "Peter Friedrich sagt auch klar: ,Güterverkehr à la Kyrill unter Nutzung aller vorhandenen Gleise bis zur Ostenschlahstraße und darüber hinaus ist aus städtischer Sicht absolut ausgeschlossen. Dies widerspricht klar den städtebaulichen Zielen der Stadt Hemer.'

Unter dem Strich sei die RSE bereit, so Giebels, die Klage zurückzuziehen, wenn die Stadt Hemer in Verhandlungen mit der RSE über einen Kooperationsvertrag zum Betrieb der Eisenbahnstrecke Hemer-Menden eintrete. Das Wichtigste: Der Teil des Bahngeländes südlich des Busbahnhofs (Richtung Nöllenhofcenter) würde für den Bahnverkehr nicht benötigt. Damit stünde den städtischen Baumaßnahmen (Kreuzung Ostenschlahstraße, etc.) de facto nichts im Wege. Die Stadt Hemer steht weiterhin in intensiven Gesprächen mit der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft, der RSE und der DB Netz AG, um möglichst schnell Fakten zu schaffen.

So weit die Mitteilung der Stadt Hemer. Die Reaktivierung der Bahnstrecke Hemer-Menden verschafft Hemer zumindest von einem Sackbahnhof aus den Gleisanschluss zur Welt mit weitergehenden Anschlüssen ab Menden. Und Landesgartenschaubesucher könnten mit der reaktivierten Bahn direkt nach Hemer kommen. Nach den bisherigen Überlegungen - ohne Bahnhof Hemer - soll zur LGS 2010 der ehemalige Deutsche-Bahn-Haltepunkt "Klusenstein" im Hönnetal angefahren werden.

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