Musik und Lesung

Farbtupfer in der dunklen Jahreszeit

Lieder und Texte  wurde in der Landhauser  Kreuzkirche unter dem  Titel "Herbstblätter"

Foto: Annabell Jatzke

Lieder und Texte wurde in der Landhauser Kreuzkirche unter dem Titel "Herbstblätter" Foto: Annabell Jatzke

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Landhausen.  Auch wenn der Herbst mit seiner bunten Laubfärbung alles andere als trist ist, spricht man aktuell von der dunklen Jahreszeit. Diesem Eindruck wollte der Ambulante Hospizkreis Hemer mit seiner Veranstaltung am Donnerstagabend entgegenwirken. Unter dem Titel „Herbstblätter – Lieder und Texte gegen die dunkle Jahreszeit“ gastierten Sopranistin Simone Asua-Honert am Klavier, begleitet von Marianne Richters sowie Andrea Reinecke mit selbst geschriebenen Texten in der evangelischen Kreuzkirche in Landhausen.

Das Schwerter Trio trat zwar erst zum zweiten Mal gemeinsam auf, doch eine Verknüpfung zwischen musikalischem Part und Lesung war deutlich spürbar. Begleitet von Marianne Richters sang Simone Asua-Honert unter anderem christliche Stücke wie beispielsweise gleich eingangs „Dir, dir, Jehova will ich singen“ von Johann Sebastian Bach. Neben Werken von Bach war im klassisch-romantischen Programm auch „Das Veilchen“ von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schuberts „Heideröslein“ zu hören. Musikalisch ein wahrer Höhepunkt war die Darbietung der Arie „Habanera“ aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet.

Immer abwechselnd gab es neben dem Gesang auch Geschichten aus der Feder von Andrea Reinecke zu hören. Seit sie denken kann, schreibt die Journalistin eigene Geschichten. Ihre Geschichten können Alltagsgeschichten sein oder erzählen von Begegnungen. In ihren Gartengeschichten beispielsweise von ihrem Start als Kleingärtnerin schreibt sie auch über die Natur zwischen Unkraut und Rosenduft. Außerdem umfasst ihr Repertoire Prosa über das Unperfektsein. Sie selbst beschreibt ihre Geschichten, die teils besinnlich, aber größtenteils humorvoll, wie die vom depressiven Karpfen, sind, gerne als bunte Mischung.

Die ausgewogene Mischung zwischen Konzert und Lesung kam bei den knapp 50 Besuchern, die sich die Veranstaltung vom Hospizkreis trotz musikalischer Parallelveranstaltung nicht entgehen ließen, sehr gut an. Nicht nur lauschen, sei es den Geschichten oder dem Gesang, durften die Besucher in der Kreuzkirche. Zum Abschluss wurde gemeinsam von den Besuchern und den Mitwirkenden das bekannte Volkslied „Kein schöner Land in dieser Zeit“ angestimmt. Gut unterhalten, die depressive Stimmung der dunklen Jahreszeit ein wenig vertrieben und die Sehnsucht auf den Frühling und Sommer geweckt, traten die Zuhörer den Heimweg an.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik