Sauerlandpark

„Festamia“ als Genießer-Fest der Höhepunkte

Festamia Sauerlandpark

Foto: IKZ

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Hemer.  „Bella Italia“ war noch nie so nah wie an diesem Wochenende. Die Premiere von „Festamia“ im Sauerlandpark war mehr als gelungen. Überrascht von den Veranstaltungserfolgen, die Landesgartenschau und jetzt Sauerlandpark vorweisen können, ist niemand mehr. Mit dem Fest der Genießer aber hatten die Veranstalter noch mal eins drauf gesetzt.

„In nur sechs Monaten etwas in dieser Größenordnung zu planen und organisieren und schließlich in fünf Tagen aufzubauen, das haben wir ja bei der Landesgartenschau gelernt. Der Himmelsspiegel ist in eine wunderschöne Landschaft verwandelt worden, und dieses Fest wird einmalig werden“ – Bürgermeister Michael Esken sollte Recht behalten. Bereits wenige Stunden nach der Eröffnung am Freitagnachmittag hatten trotz der ungewöhnlich niedrigen Temperaturen und des wechselhaften Wetters 3000 Menschen den Weg vor das Grohe Forum und unter Europas größtes Schirmdach gefunden. Rund 40 Helfer hatten den Platz vor dem Grohe Forum in ein kleines mediterranes Dorf verwandelt. Olivenbäume und Palmen schmückten den Platz, und die Gastronomen Da Pippo aus Hemer, El Ambiente und Schauburg aus Iserlohn, Party Hase aus Menden und Collosseo aus Lendringsen sorgten in den kleinen Zelten um den Platz herum mit Spezialitäten für kulinarischen Genüsse. In der Mitte des Platzes waren die Handballerinnen und Handballer des HTV hinter dem Getränkestand fleißig. Das I-Tüpfelchen setzten die Künstler dem Ganzen noch auf, die von der großen Bühne aus die Gäste mit auf eine musikalische Reise in den warmen und sonnigen Süden nahmen.

Unter dem 13 Tonnen schweren Zelt hatten es sich die Gäste am Freitag an in dicken Jacken an den Tischen gemütlich gemacht und genossen Pizza, Pasta, Eisspezialitäten, Meeresfrüchte, Cocktails und die verschiedensten Weine. Durch die Reihen streiften elegant vier Venezianer. In tollen Kostümen und hinter geheimnisvollen Masken, wie man sie vom Karneval in Venedig kennt, bezauberte „Fenix Theatre Company“. Auf der Bühne begeisterte das „Viventy Akustik Trio“. Die siebenköpfige Showband „Salva & La Nuova Generazione“ sorgte im Anschluss für südländisches Flair. Im Zelt wurde es voller, und durch die Eingänge des Parks strömten immer mehr Menschen auf das Gelände. Abgerundet wurde der erste Festamia-Tag mit einem Feuerwerk.

Das besondere Fest der Sinne hatte sich so gut herumgesprochen, dass nicht nur Hemeraner, sondern Menschen aus den angrenzenden Städten und darüber hinaus angereist waren, so wie eine Gruppe aus Hagen: „Wir waren auch bei Veranstaltungen während der Landesgartenschau und dachten, das hier kann nur gut werden. Wir haben diesen Platz kaum wiedererkannt. Das Zelt ist der Wahnsinn. Und man weiß gar nicht, was man zuerst machen soll. Erst essen oder Wein probieren oder den Musikern zusehen. Es ist wirklich beeindruckend.“ Auch am Samstag war der Andrang groß. Giovanni Costello eröffneten musikalisch. Ein echter Hingucker war das Duo „Giampiero Lucchini“. In hellgrauen Anzügen mit Zylinder auf dem Kopf, ausgerüstet mit Mandoline, Nasenflöte und Babysaxophon zogen sie über den Platz, blieben vor den Ständen stehen und unterhielten die in den Schlangen wartenden Gäste, die begeistert zu der Musik klatschten. Wenn man das schlechte Wetter nicht beachtete, herrschte hier regelrechtes Urlaubsfeeling. Eine große Menschentraube hatte sich vor Taschenspieler Udo Thielmann gebildet. Mit seinem Flohzirkus und „Hokus Pokus Farbenfroh“ faszinierte er vor allem die kleinen Gäste. Inzwischen zogen am Himmel wieder bedrohlich dunkle Wolken über den Himmelsspiegel. Trotz des Regens füllte sich der Platz weiter mit Menschen. Diejenigen, die keinen Schirm dabei hatten, suchten Schutz unter dem mächtigen weißen Dach. Von dem kalten Nass ließ sich hier niemand verscheuchen, denn es sollten noch Musiker folgen, die italienische Größen auf die Bühne holten und in die Welt der Oper entführten.

Wer bei der Band Pacifica die Augen schloss, der hörte Eros Ramazzotti, Zucchero, Nek und Umberto Tozzi. Auch, wer dem Italienischen eigentlich nicht mächtig war sang bei den bekannten Hits laut mit. Die Stimmung war gigantisch. Dann betraten Patricia Vivanco, Sonja Freitag, Jan Westendorff und Gunther Gerke die Bühne. Viele der Gäste trugen ihre Stühle weg vom Festplatz und platzierten sich direkt vor der Bühne, um dem „Zauber der Opernwelt“ ganz nah zu sein. Die vier hochkarätigen Solisten nahmen das Publikum mit in die Zeit von Verdi, Mozart und Puccini. Ihre atemberaubende Darbietungen von Stücken aus „Carmen“, „La Bohème“ und „Rigoletto“ verschaffte nicht nur Gänsehaut, sie trieb so manchem sogar Tränen in die Augen und sorgte für ein unvergessliches musikalisches Erlebnis. Überwältigt zeigte sich Sven Wiedemeyer vom Veranstalter „Live Project“. 4500 hatten am zweiten Fest-Tag auf das Gelände gefunden. Sein Zwischenfazit am Samstag: „Der Platz hier mit dem Zelt ist bombastisch, und wir sind so stolz auf die unterschiedlichen Facetten. Und so viele Menschen stehen geduldig an den Essensständen an, sind gelassen und bestens gelaunt. Das ist selten und beeindruckt mich wirklich. Mit den Gastronomen, den Musikern und vor allem auch durch die Künstler, die durch das Publikum ziehen, sind viele kleine Momente entstanden, auf die sich die Gäste einlassen. Die Stimmung ist einfach fantastisch.“ Weiterer Bericht folgt.

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