Hubertusfeier

Für Erhalt einer bedrohten Tierwelt einsetzen

Hubertusfeier des Hegerings Iserlohn-Hemer

Foto: Annabell Jatzke

Hubertusfeier des Hegerings Iserlohn-Hemer Foto: Annabell Jatzke

Becke.  Ein kleines Jubiläum konnte der Hegering Iserlohn-Hemer am Sonntag bei seiner Hubertusfeier begehen. Zum zehnten Mal waren die Jäger auf dem Hof der Familie Hücking in der Becke zu Gast.

Ein kleines Jubiläum konnte der Hegering Iserlohn-Hemer am Sonntagabend bei seiner traditionellen Hubertusfeier begehen. Zum nunmehr zehnten Mal waren die Jäger mit der Feier auf dem Hof der Familie Hücking in der Becke zu Gast. Der Männergesangverein Oese ließ es sich nicht nehmen, neben dem Bläserkorps des Hegerings musikalisch bei der Feier mitzuwirken. Während die Bläser unter Leitung von Jörg Nowak beispielsweise den „Jägermarsch“ anstimmten, sangen die Sänger unter Leitung von Viktoria Ibsch unter anderem „Heimat“ oder das neueinstudierte Stück „Waidandacht“.

Auf ausgelegte Streckediesmal verzichtet

Trotz der widrigen Wetterbedingungen waren viele Interessierte auf Hückings Hof gekommen, um der Traditionsveranstaltung beizuwohnen. Frank Eifler, Leiter des heimischen Hegerings, freute sich über den Zuspruch, hatte er doch am Morgen bei anhaltendem Regen arge Befürchtungen. Auf eine ausgelegte Strecke wurde aufgrund des Wetters aus hygienerechtlichen Gründen verzichtet. Dagegen durfte die Legende des heiligen Hubertus, des Schutzpatrons der Jäger, nicht fehlen. Die Legende des heiligen Hubertus dient den Jägern auch heutzutage noch als Mahnung, respektvoll mit dem Wild umzugehen. Der Hegering spricht in diesem Zusammenhang auch von Waidgerechtigkeit, die sich in den Tierschutzaspekt und den Umweltaspekt unterteilt. Der Tierschutzaspekt betrifft die Einstellung der Jäger gegenüber dem Tier als Mitgeschöpf, welchem unnötige Schmerzen zu ersparen sind. Der Umweltaspekt fordert vom Jäger die Einbeziehung der Umwelt in ihrer Gesamtheit in sein Denken und Handeln. Diese zwei Grundsätze hätten für die Jäger oberste Priorität, betonte Frank Eifler.

Dass der Ruf der Jagd in den letzten Jahren so in Verruf geraten sei, ärgere die Jägerschaft. Oftmals werde das Thema Jagd in Medien falsch dargestellt und deshalb hafte manch einem Jäger ein negatives Image an. Dabei sei die Jagd für die Umwelt und den Artenschutz ungeheuer wichtig. So sorge das Wild für einen immens hohen Verbissschaden und das Raubwild bedrohe die Artenvielfalt, sagte der Hegeringsleiter.

Viele Gespräch am knisternden Lagerfeuer

Die Jagd setze sich für den Erhalt der Umwelt sowie der bedrohten Tierwelt ein und sorge hierbei für ein gutes Verhältnis der Dinge und Tiere zueinander. Über ihre wichtige Aufgabe versuche die Jägerschaft die Bevölkerung aufzuklären. Und schon die Kleinsten werden im Rahmen der Initiative „Lernort Natur“ an die Natur herangeführt und lernen somit die heimische Tier- und Pflanzenwelt mit allen Sinnen zu begreifen. Schließlich lerne der Mensch das, was er kenne und nutze, zu schätzen. „Und nur das, was man schätzt, das schützt man auch“, so Eifler in seiner Ansprache.

Während das knisternde Feuer draußen Wärme spendete, gab es nach dem offiziellen Teil in der geschützten Scheune Würstchen und Glühwein zum Aufwärmen. Dabei kamen die Jäger und Besucher noch gesellig miteinander ins Gespräch.

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