ZwanzigZehn

Gastro-Konzept mit zwei Zwischengerichten statt Hauptgang

Stefan Lunkenheimer steht in der Küche der Kochschule am Karnacksweg in Iserlohn. Mitte November will er am Sauerlandpark das ZwanzigZehn eröffnen.

Stefan Lunkenheimer steht in der Küche der Kochschule am Karnacksweg in Iserlohn. Mitte November will er am Sauerlandpark das ZwanzigZehn eröffnen.

Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

Hemer.  Stefan Lunkenheimer, der künftige Betreiber der Gastronomie ZwanzigZehn am Sauerlandpark, stellt sein Konzept vor.

Zwei Zwischengerichte statt der üblichen Variante mit Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch – das ist das Konzept von Koch Stefan Lunkenheimer für seine neue Eventlocation am Sauerlandpark. Bei der Idee hat sich der Gastronom von einem Schweizer Koch inspirieren lassen. Ab Freitag, 13. November, soll das Restaurant mit dem alten und neuen Namen ZwanzigZehn geöffnet sein. Die Gäste sollen vor allem ausprobieren können.

„Alles ist bei mir kombinierbar“, erklärt Stefan Lunkenheimer sein Konzept weiter. Gewissermaßen zwei Hauptgerichte in einer kleineren Größe sollen sich die Gäste schmecken lassen. Einmal Vitello Tonnato und dann Forelle Müllerin oder erst Wurstsalat und dann ein Wildkräuter-Kressesalat mit gebackener Ziegenkäsepraline. Einiges ist möglich.

Kostbare Besonderheiten sind das Dreierlei vom Wagyu-Rind und die Boullabaise. In Kombination würde man dafür allerdings schon fast 80 Euro hinlegen müssen. „Dafür hat man aber ein richtiges Qualitätsgericht“, sagt Stefan Lunkenheimer. Preislich rangieren die Gerichte aber in der Regel zwischen fünf und 25 Euro. Allerdings soll sich die Karte auch stetig verändern. Pro Saison gibt es, so Lunkenheimer, eine neue Karte, die sich vor allem daran orientiert, was in der Region gerade reif ist. Auch ein Tages- oder Wochengericht soll es geben. „Was es gibt , hängt davon ab, worauf ich gerade Lust habe oder was einer der Jäger schießt, mit denen ich in Kontakt stehe“, erzählt Lunkenheimer.

Betrieb wird mitten in der Corona-Krise aufgenommen

Auch ansonsten sollen bei Lunkenheimer regionale Zutaten eine große Rolle spielen. „Wenn Sauerland vor dem Gericht steht, dann kommen auch alle Zutaten aus dem Sauerland, bis auf Gewürze und Olivenöl“, sagt der Gastronom. Ein weiteres regionales Produkt, was sich auf der Karte des Restaurants wiederfindet, ist das Fleisch des Bentheimer Ruhrauen-Schweins.

Dass in fünf Jahren zwei Gastronomen an der Gastronomie am Sauerlandpark gescheitert sind, bringt Stefan Lunkenheimer nicht aus der Fassung. „Ich kann einige Locations in Iserlohn nennen, die in fünf Jahren fünf Besitzer hatten“, erzählt er. Er hält den Standort für „sensationell“ und vielversprechend. „Ich kann eigentlich nicht verstehen, warum die Location mehr als ein Jahr leer gestanden hat“, wundert er sich.

Auch der Zeitpunkt hat eigentlich seine Tücken. Die Corona-Krise hat viele Gastronomen in Schwierigkeiten gebracht. Aber auch dabei sieht Lunkenheimer eher eine Chance. „Zu Weihnachten wollen die Leute essen gehen. Und dann stellen sie fest, dass die Restaurants allle nur die Hälfte der Plätze anbieten können“, sagt er. 40 Plätze könne er anbieten, obwohl die Location Platz für 120 Gäste bietet. „Da haben wir auch genügend Platz für Abstände“, erklärt Lunkenheimer.

„Koch und Schule“ soll nach Umbauarbeiten nachkommen

Im Gegensatz zu dem Vorgänger WLLM soll das neue ZwanzigZehn nicht an nur einem Tag, sondern an vier Tagen geöffnet sein. Donnerstags und freitags ist die Gastronomie von 17 bis 22 Uhr geöffnet, samstags von 11 bis 22 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Auch will Lunkenheimer im Frühjahr mit seiner Kochschule „Koch und Schule“ in das zweite Obergeschoss ziehen. Die Sauerland GmbH hat zugesagt, die Umbauarbeiten zu erledigen. In welchem Umfang diese aber erfolgen sollen, ist bisher noch nicht geklärt, so die Auskunft des Sauerlandparks.

Die alte Villa am Karnacksweg in Iserlohn soll aber weiterhin von Lunkenheimer genutzt werden. „Das wird dann zum Bed and Breakfast“, sagt der Koch.

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