Einsatz

Gefahr für zwei denkmalgeschützte Bauten in Hemer

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Mit Rettungssäge und Brechstangen öffnen die Feuerwehrleute das Dach des Alten Amtshauses. Seit Ende letzten Jahres wird das Gebäude von außen saniert.  

Mit Rettungssäge und Brechstangen öffnen die Feuerwehrleute das Dach des Alten Amtshauses. Seit Ende letzten Jahres wird das Gebäude von außen saniert.  

Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

Hemer.  Verrauchung am Altem Amtshaus und Brand am Fachwerkhaus an der Seilerstraße 4 erfordern Feuerwehreinsätze.

Gleich an zwei denkmalgeschützten Gebäuden gab es am Freitag Feuerwehreinsätze. Um 11.35 Uhr kümmerten sich die Einsatzkräfte um die Nachlöscharbeiten am Fachwerkhaus an der Seilerstraße. Kurz nach dem Einrücken ertönten gegen 12.06 Uhr erneut die Sirenen. Im Dachstuhl des Alten Amtshaus wurde eine Verrauchung festgestellt. Unter anderem mit Brechstange und Motorsäge bearbeitete die Feuerwehr das Dach des alten Gebäudes, um mögliche Schwelbrände zu verhindern.

Mit Motorsäge, Brechstange und Löschlanze im Einsatz

Der kleine Brand dürfte die Außensanierung des Alten Amtshaus erst einmal nach hinten verschieben. Seit Ende des vergangenen Jahres wird das Dach des 1908 erbauten Denkmales saniert. Nun haben – so die ersten Erkenntnisse – diese Dacharbeiten zu dem kleinen Brand geführt. Auch die Feuerwehr musste für die Nachlöscharbeiten Hand anlegen und mit Brechstange und Motorsäge die Balken des denkmalgeschützten Hauses aufbrechen. Zuvor hatten die Einsatzkräfte innen mit einem C-Rohr und außen mit einer Löschlanze die Verrauchung gelöscht.

Dem Vernehmen nach ist einer Mitarbeiterin des Fachdienstes Asyl und Integration die Rauchentwicklung aufgefallen, sie alarmierte die Feuerwehr. Die Hauptstraße wurde bis 14.16 Uhr voll gesperrt. Gegen 14.36 Uhr konnte die Feuerwehr wieder einrücken. Vor allem die Öffnung des Daches nahm viel Zeit in Anspruch. Durch Untersuchungen mit der Wärmebildkamera konnten die Kräfte erst einmal ausschließen, dass sich weitere Schwelbrände bildeten. Insgesamt waren 38 Einsatzkräfte vor Ort.

Passant verhindert durch Feuerlöscher Schlimmeres

Kurz vorher hatte es einen weiteren Einsatz an der Seilerstraße gegeben. Auch dabei verhinderte schnelles Handeln Schlimmeres. Der Mitarbeiter einer Reparaturfirma, Konstantinos Emfietzis, war gerade in der Nähe mit der Reparatur eines Lastwagens beschäftigt, als er Rauchgeruch wahrnahm. Schließlich fiel ihm auf, dass die Außenfassade eines Fachwerkhauses brannte. Auch die Vermieterin des Hauses war vor Ort und übergab einen Feuerlöscher an den hilfsbereiten Mechaniker. Dieser löschte von einer Leiter aus einen Großteil des Brandes. Etwa fünf Minuten später, gegen 11.35 Uhr, traf die Feuerwehr vor Ort ein, wie es Konstantinos Emfietzis schildert.

Um mögliche Brandherde auszuschließen, mussten die Einsatzkräfte das Innere der Giebelwand aufbrechen und mit einer Wärmebildkamera die Fassade untersuchen. Die Ursache für den Brand ist bisher noch ungeklärt. An dem Löscheinsatz beteiligt waren die Löschzüge Wache und Nord.

Laut der Denkmalliste der Stadt handelt es sich bei dem Gebäude um das 1780 erbaute ehemalige Pastorat der Gemeinde St. Peter und Paul, das seit 1984 unter Schutz steht.

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