Falknerei

Gefiederte Stars zeigen sich im Park

Sonntags im Park: Falkner am Jübergturm

Sonntags im Park: Falkner am Jübergturm

Foto: Annabell Jatzke / Annabell jatzke

Hemer.  Pidwidgeon, Waldi, Conna, Helena und Charlie waren am Sonntag die heimlichen Stars im Sauerlandpark.

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Pidwidgeon, Waldi, Conna, Helena und Charlie waren am Sonntag die heimlichen Stars im Sauerlandpark. Nach einem aufregenden Konzertwochenende ging es in der Reihe „Sonntags im Park“ in unmittelbarer Nähe zum Jübergturm deutlich ruhiger zu. Keine laute Musik aus den Boxen, sondern hin und wieder ein Vogellaut – und trotzdem wurden zahlreiche Parkbesucher angelockt. Die Falkner Dr. Yvonne Mense und Helmut Oelmann präsentierten an ihrem Infostand heimische Greifvögel wie eben einen Steinkauz, einen Waldkauz und ein Wanderfalkenpaar. Der Wüstenbussard Conna hat zwar eigentlich einen anderen Lebensraum, ist aber in heimischen Gefilden gezüchtet worden.

Neben den fünf lebendigen Tieren wurden auch Präparate wie ein junger Uhu gezeigt, die beim ersten Anblick gar nicht als solche zu erkennen waren. Die lebendigen Tag-Greifvögel und Eulen durften sogar selbst auf den Arm beziehungsweise auf die Hand genommen und natürlich auch gestreichelt werden. Sogar die kleinsten Besucher trauten sich an die Tiere und verloren ihre anfängliche Scheu.
Während sich Helmut Oelmann seit fast 15 Jahren mit der Falknerei beschäftigt, ist Tierärztin Dr. Yvonne Mense beruflich zu den Tieren gekommen. Die beiden Falkner haben eine Art Auffangstation, derzeit hat jeder drei Tiere in seinem Besitz. Die beiden Käuzchen Pidwidgeon und Waldi beispielsweise sind flugunfähig und wurden seinerzeit von Dr. Yvonne Mense, die sich immer wieder um verletzte Greifvögel kümmert, operiert. Neben dem Wüstenbussard und Wanderfalke Helena hat Helmut Oelmann noch einen Milan in seinem Besitz, dieser war am Sonntag allerdings nicht zu sehen.

Wenn die beiden Falkner über ihre Tiere und ihre Arbeit sprachen, spürte man sofort, wie groß die Liebe zu den Tieren ist. Für sie ist die Falknerei weit mehr als ein Hobby. Und auch die Tiere stellten ihre Zuneigung zu ihren Besitzern unter Beweis. So schmiegte sich Bussarddame Conna immer wieder an Helmut Oelmann, fast als ob sie mit ihm kuscheln wollte.

Besucher jeden Alters bleiben staunend stehen

Begeistert berichteten die beiden Greifvögelexperten, wofür sie die Vögel einsetzen. So wird der Wanderfalke beispielsweise zu Jagdzwecken eingesetzt. Und auch Fragen rund um Haltung, Fütterung und vieles mehr wurden beantwortet. Wer hätte beispielsweise gedacht, dass die weiße Ausscheidung der Greifvögel gar kein Kot, sondern Urin ist.

Der Reiz der heimischen Greifvögel packte aber nicht nur die Kinder unter den Besuchern, auch viele Erwachsene blieben mit staunenden Blicken stehen. Wann sieht man solche Tiere schon einmal von so nah? Die beiden Falkner, die mit ihren Vögel Veranstaltungen oder auch Institutionen wie Kindergärten besuchen, freuten sich über den Zuspruch, war es doch ihre Intention, die Faszination für diese schützenswerten Raubtiere zu wecken.

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