Viele Überraschungen zum 100. Geburtstag des Alten Amtshauses

Gelungene Feierstunde für ehrwürdiges Gebäude

Foto: IKZ

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Hemer. Wie es sich zu einem runden Geburtstag gehört, durfte das Ständchen der Festgesellschaft nicht fehlen, als am Mittwoch das 100-jährige Bestehen des Alten Amtshauses gefeiert wurde.

Aus vollen Kehlen erklang „Zum Geburtstag viel Glück” zum Abschluss eines faszinierenden Treppenhaus-Konzertes. „Ich bin mal wieder hin und weg”, staunte Bürgermeister Michael Esken ob des tollen Ambientes in den Gängen der Musikschule. Ursprünglich waren die Räume der Sitz der Amtsverwaltung und so enthielt das Gebäude Büros, Ämter und im Keller sogar Gefängniszellen. Mit dem Umzug der Verwaltung ins neue Rathaus wurde im Alten Amtshaus Platz für die Musikschule, die dort seit nunmehr 30 Jahren residiert. „Und Martin Niedzwicki ist von Anfang an dabei”, gratuliert Esken dem Hausherrn.

Die Musikschule gestaltete deshalb auch das Rahmenprogramm der Feierstunde. Violinenschüler spielten Stücke mit Klavierbegleitung, bevor Cellolehrer Thomas Büttner und seine Begleiterin Tatjana Steinmetz am Klavier die Zuhörer in ihren Bann zogen. Beeindruckend war einmal mehr Christina Troue am Klavier mit einem Impromptu von Franz Schubert. „Am Flügel klänge das natürlich noch besser, aber der hätte nicht ins Treppenhaus gepasst”, bedauerte Niedzwicki, der zum Schluss selbst musizierte. Mit Birgit Maiwurm und Klaus Leser spielte er ein Klarinettenstück von Hummel.

Seit einiger Zeit schon teilt sich die Musikschule die Räume mit der Volkshochschule Hemer-Menden-Balve. Und so rundete VHS-Referentin Diane Korthals den gelungenen Abend mit einem kurzen Vortrag über die Architektur des Amtshauses, das seit 1985 unter Denkmalschutz steht, ab. „In Hemer ist dieses Gebäude einzigartig, denn hier verbindet sich der Jugendstil mit dem Neobarock”, erläuterte die Expertin.

Zwei Premieren konnten außerdem gefeiert werden. „Ich habe drei große Hobbys: Sport, Musik und Tischlerei”, so der ehemalige Gymnasiallehrer Hubert Schulte. Die letzten beiden hat er jetzt miteinander verbunden und ein stabiles Rednerpult für die Musikschule geschaffen, das auch als Notenständer genutzt werden kann. Zum anderen präsentierte Martin Niedzwicki den diesjährigen Hemeraner Adventskalender. Ernst Schüttler und IKZ-Redakteur Michael Topp hatten sich bei der fünften Auflage dafür entschieden, dass das Alte Amtshaus den Kalender zieren soll.

Nach dem Programm tauschten die Gäste ihre Erinnerungen an das Amtshaus aus. Familie Uhlenküken hatte ein Jubiläumsbrot gesponsort. Alte Baupläne, Fotos und Zeitungsberichte zeugten von der Bedeutung des Alten Amtshauses für Hemer - gestern, heute und in Zukunft.

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