Schülerzahlen

Gesamtschule wird im Sommer sechs Eingangsklassen bilden

Vor knapp einem Jahr hat die Gesamtschule die Zuerkennung des Titels „Europaschule“ gefeiert. Das Vertrauen vieler Eltern aus Hemer in diese Schule scheint immer größer zu werden.

Vor knapp einem Jahr hat die Gesamtschule die Zuerkennung des Titels „Europaschule“ gefeiert. Das Vertrauen vieler Eltern aus Hemer in diese Schule scheint immer größer zu werden.

Foto: Carmen Ahlers

Hemer.   Die Bezirksregierung hat nach 160 Anmeldungen Ausnahmegenehmigung erteilt. FDP-Fraktion reagiert mit Anfrage an Verwaltung.

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Die Gesamtschule Hemer befindet sich weiter im Aufwind. Die Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr sind so überraschend hoch, dass die Stadt als Schulträge die Bezirksregierung gebeten hat, zumindest für das eine Jahre die Bildung von sechs Eingangsklassen an der grundsätzlich nur fünfzügigen Gesamtschule zu gestatten. Wie die Stadtverwaltung jetzt mitgeteilt hat, liegt dies Genehmigung inzwischen vor. Folglich wird es an der Gesamtschule nach den Sommerferien sechs 5. Klassen mit insgesamt 160 Schülerinnen und Schülern geben.

Auch Gymnasium und Realschule bleiben attraktiv

Doch auch die anderen beiden weiterführenden Schulen Hemer brauchen um ihren Bestand wahrlich nicht bangen. Am Woeste-Gymnasium werden drei 5. Klassen mit zusammen 83 Schülerinnen und Schülern eingerichtet. Und die Hans-Prinzhorn-Realschule ist dank 53 Anmeldungen solide zweizügig. Die Aufnahmebestätigungen für alle Schulen werden aktuell durch die Schulen verschickt.

Der Antrag auf die einmalige Bildung von sechs Klassen und damit die Erfüllung des Elternwillens war notwendig, weil die Gesamtschule lediglich über die generelle Genehmigung für fünf Züge verfügt. Dementsprechend hatten unter Berücksichtigung der Aufnahme von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf höchstens 135 Kinder ohne die Ausnahmegenehmigung aufgenommen werden können.

Für das Lehrerkollegium an der Gesamtschule stellen die sechs Klassen der Stufe fünf eine besondere Herausforderung dar. Gesamtschulleiter Kai Hartmann betont: „Wir werden die Mehraufnahme von 25 Schülerinnen und Schülern in gewohnt professioneller Art und Weise annehmen. Die pädagogische Qualität unseres Kollegiums wird für die auf uns zukommenden höheren Ansprüche in vollstem Umfang genügend sein. Für eine zukünftige pädagogisch sinnvolle Entwicklung der Schullandschaft in Hemer ist ein rechtzeitiges und bedarfsgerechtes Schulentwicklungskonzept unter Beteiligung der weiterführenden Schulen erforderlich.“

Trotzdem wirft die Bildung von sechs Klassen offenbar Fragen auf. So beispielsweise bei der FDP-Ratsfraktion. Deren Vorsitzender Arne Hermann Stopsack hat bereits eine Anfrage an Bürgermeister Michael Heilmann auf den Weg gebracht. Stopsack möchte unter anderem wissen, ob diese Entscheidung sich auf den Schulentwicklungsplan der Stadt Hemer auswirkt und dieser eventuell geändert werden muss. Zudem fragen die Liberalen, wie die Verwaltung damit umgehen würde, wenn es in den kommenden Jahren zu ähnlich hohen Anmeldezahlen für die Gesamtschule käme. Die Raumsituation an der Gesamtschule ist ebenfalls Gegenstand der FDP-Anfrage und schließlich noch die schwierige Verkehrssituation an der Schule.

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