Strafanzeige

Giftköder auf Trampolin der Kinder gefunden

Kathrin Viehoff hat schon mehrfach Giftköder auf ihrem Grundstück gefunden. Das letzte mal am 21. Juli auf dem Trampolin, das von ihren Kindern verwendet wird. 

Kathrin Viehoff hat schon mehrfach Giftköder auf ihrem Grundstück gefunden. Das letzte mal am 21. Juli auf dem Trampolin, das von ihren Kindern verwendet wird. 

Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

Hemer.   Verdächtige Fleischballen sind gleich zweimal auf einem Grundstück am Karl-Bröger-Weg gelandet.

Mit einem Handschuh hält Kathrin Viehoff einen möglichen Giftköder in der Hand. Das Fleischbällchen mit blauen Punkten hat sie eingefroren, um es als Beweismittel zu sichern. Am Samstag, 21. Juli, hat sie die auffälligen Bällchen auf dem Trampolin in ihrem Garten gefunden. Nun hat sie nicht nur Angst um ihren Hund, sondern auch um ihre Kinder. Es ist auch nicht das erste Mal, dass mögliche Giftköder auf ihrem Grundstück landen. Schon im April/Mai hat ein Unbekannter leberwurstartige Ballen mit ebenfalls blauen granulatartigen Einfärbungen in den Garten geworfen. Der Hund habe die Ballen dann gefressen und wieder ausgebrochen. Von Kathrin Viehoff wurde das Tier zum Tierarzt gebracht. Bleibende Schäden hat der Hund nicht davongetragen. Ebenfalls am 21. Juli hat die Stübeckerin eine Anzeige gegen Unbekannt aufgegeben. Einige der möglichen Giftköder hat sie bei der Polizei abgegeben, einen hat sie bei einem Tierarzt untersuchen lassen. Bisher gibt es keine Bestätigung, dass es sich um einen Giftköder handelt. „Mir wurde gesagt, dass es schwierig ist, das herauszufinden, wenn man nicht genau weiß, wonach man suchen muss“, sagt sie.

„Das ist ein ganz merkwürdiges Gefühl“

Rattengift, Schneckenkorn, Spültabletten – jeder habe irgendwas im Haushalt, um giftige Köder produzieren zu können. Wer hinter den möglichen Giftködern stecken könnte, weiß sie nicht. „Das ist ein ganz merkwürdiges Gefühl. Ich weiß auch nicht, gegen wen diese Giftköder gerichtet sind – gegen meinen Hund, gegen mich oder gar meine Kinder“, erklärt Kathrin Viehoff. Die Staatsanwaltschaft Hagen bearbeitet den Fall noch und kann zum Zeitpunkt noch nichts zu dem Ermittlungsstand sagen.

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