Ihmert

Glühwein unterm Maibaum ist eine Premiere

Hans-Dietrich Gericke freut sich zusammen mit seiner Frau Irmgard, dass sein gemaltes Gesicht nun auch am Ihmerter Maibaum hängt. Die Künstlerinnen Monika Engel (li.) und Ute Schönenberg (re.) haben wieder ganze Arbeit geleistet. 

Hans-Dietrich Gericke freut sich zusammen mit seiner Frau Irmgard, dass sein gemaltes Gesicht nun auch am Ihmerter Maibaum hängt. Die Künstlerinnen Monika Engel (li.) und Ute Schönenberg (re.) haben wieder ganze Arbeit geleistet. 

Foto: Carmen Ahlers

Ihmert.   Der Maibaum in Ihmert hat eine neue Figur. Monika Engel und Ute Schönenberg haben Hans-Dietrich Gericke künstlerisch verewigt.

Ein Maibaumfest im Schneeregen – das hat es in Ihmert auch noch nicht gegeben. Die Ari des Schützenvereins als Veranstalter reagierte auf die schlechte Wetterprognose und hat laut Ari-Chef Ralf Engel „die Glühweinreste im Dorf zusammen gesucht“. Das war eine gute Idee, und tatsächlich schmeckte das Wintergetränk auch im April. Das Maibaumfest hat in Ihmert Tradition, und wie immer war auch vergangenen Samstag die Spannung groß. Die große Frage: Wie sieht die neue Figur aus, die Monika Engel und Ute Schönenberg gemalt haben, welche Ihmerter Persönlichkeit ist zu sehen?

Viel Applaus nachder Enthüllung

Die beiden Künstlerinnen machten es spannend, als sie das Laken hochzogen, dann aber gab es viel Applaus von den Gästen und einen ganz erstaunten Ihmerter – den 79-jährigen Hans-Dietrich Gericke. Er ist passionierter Jäger und Bläser im Bläserkorps des Hegeringes Iserlohn-Hemer. „Die Bläser haben quasi ihre Heimat in Ihmert, denn sie proben auf dem Hof Berkenhoff“, berichtete Ralf Engel, der sich freute, dass die Überraschung wieder einmal gelungen war. Auch der Schwiegervater von Hans-Dietrich Gericke – Wilhelm „Bismarck“ Berkenhoff – schmückte schon den Maibaum, und das vor 40 Jahren als Ihmerter Landwirt. „Ich bin total überrascht“, sagte Hans-Dietrich Gericke, „es ist mir eine Ehre“.

Auch wenn das Aprilwetter den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung machte, weil es ja eigentlich ein sonniges Frühlingsfest bei angenehmen Temperaturen werden sollte – die Ihmerter und ihre Gäste hatten Spaß. So ist es, wenn das Dorf zusammenkommt.

Zum ersten Mal sorgte die Gruppe „Blechgerümpel“ für den musikalischen Rahmen, und auch das Bläserkorps gab ein Ständchen zum Besten.

Die Feuerwehr-Löschgruppe Ihmert war vor Ort, um die über den Winter eingemotteten Figuren von der Drehleiter aus nacheinander an den Baum zu hängen. Zudem machte der Verein „Wir in Ihmert“ auf eine neue Aktion aufmerksam. „Wir möchten etwas für die Notfallversorgung im Dorf tun“, erklärte Alexander Tüshaus. So sollen zwei Defibrillatoren für das Dorf angeschafft werden. Das erste Gerät hat Jochen Koch gespendet, das zweite finanziert der Verein und verkaufte beim Maibaumfest Bratwürstchen.

„Rock im Mai“ auf dem Ihmerter Schulhof

Unter dem Maibaum stimmen sich die Ihmerter auf ihre Großveranstaltung „Rock im Mai“ auf dem Ihmerter Schulhof ein. Fünf Bands, unter anderem wieder die PeeWee-Bluesgang werden am 1. Mai ab 11 Uhr die Besucher unterhalten. Aber auch für ein buntes Programm für die Kinder ist gesorgt. Die Ari hofft, dass der Glühwein dann nicht gebraucht wird, sondern die Temperaturen weit nach oben gehen.

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