Gleisdemontage

Grüne erwägen Klage gegen den Radweg

Foto: IKZ

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Hemer/Menden. Die Mendener Grünen geben den Kampf um die Reaktivierung der Oesetalbahn nicht auf. Die Stadt Hemer schafft zwar mit dem Abbau der Gleise zurzeit Fakten, eine Klage vor dem Verwaltungsgericht ist aber nicht ausgeschlossen. Das erklärten Peter Köhler (Grüne Menden), der Grüne Landtagskandidat John Haberle und der Vertreter der Grünen im Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) Gerhard Joksch. „Es laufen Gespräche. Ganz am Ende könnte eine Klage stehen“, so Köhler.

Alle drei Politiker machen sich nach wie vor dafür stark, dass im Oesetal wieder Züge rollen und ein Radweg von Menden nach Hemer nicht über die Bahntrasse, sondern durchs Grüne entlang der Oese führt. Ihre Hoffnung ruht auf der laufenden Potenzialanalyse für eine Reaktivierung der Oesetalbahn. Das fertige Gutachten wird wohl erst Anfang 2015 vorliegen. Die Mendener Grünen sehen aber Anzeichen dafür, dass es im Ergebnis zugunsten der Wiederbelebung der Strecke Menden-Hemer ausfallen wird.

Gerhard Joksch bezieht sich dabei auf eine Mitteilung des Zweckverbands Ruhr-Lippe (ZRL) vom Januar, wonach es „positive Zwischenergebnisse“ gebe und die Potenzialanalyse erweitert wurde. Dass die Reaktivierung sich wirtschaftlich lohne, stehe damit schon fest, so Joksch: „Jetzt geht es darum, welche Bahnverbindungen das Maximum herausholen“.

Die Grünen sind überzeugt, dass sich die Reaktivierung für die Mendener lohnt. Die Stadt könnte eine zweite, zusätzliche Bahnverbindung nach Dortmund bekommen. „Also zwei Verbindungen pro Stunde“, erklärt Peter Köhler. Gerade junge und gut ausgebildete Menschen wünschten eine gute Bahnverbindung nach Dortmund, ergänzt John Haberle.

Angesichts des Zwischenstands bei der Potenzialanalyse halten Köhler, Haberle und Joksch den Gleisabbau für „widersinnig“. Köhler, der auch Sprecher der Grünen Ratsfraktion in Menden ist, kritisiert zudem die Haltung des Mendener Stadtrates als „inkonsequent“. Bis zum Frühling habe der Rat sich mehrheitlich für die Reaktivierung eingesetzt. Dass der Protest gegen den Gleisabbau ausblieb, habe ein „politisches Geschmäckle“, sagt auch John Haberle. Offenbar hätten sich die CDU in Menden und Hemer parteiintern auf dieses Vorgehen verständigt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (20) Kommentar schreiben