Haus Bollweg

Grüne für Erhalt von Haus Bollweg

Am Haus Bollweg scheiden sich zurzeit die Geister. Den einen steht es einer sinnvollen und nachhaltigen Innenstadtentwicklung im Weg, die anderen halten es als Baudenkmal für unverzichtbar.

Am Haus Bollweg scheiden sich zurzeit die Geister. Den einen steht es einer sinnvollen und nachhaltigen Innenstadtentwicklung im Weg, die anderen halten es als Baudenkmal für unverzichtbar.

Foto: Reinhard Köster

Hemer.   In der Diskussion um die Zukunft des Hauses Bollweg am neuen Markt hat die Grüne Alternative Hemer (GAH) Position bezogen.

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In der Diskussion um die Zukunft des Hauses Bollweg am neuen Markt hat die Grüne Alternative Hemer (GAH) Position bezogen und spricht sich für die Unterschutzstellung und den Erhalt des Gebäudes aus. Die Stadtverwaltung hat bekanntlich dem Urteil des Landesdenkmalsamtes widersprochen und plädiert für den Abriss des Gebäudes und eine neue Bebauung des Grundstückes, wobei die Gestaltung im Einklang mit dem Umfeld, insbesondere der Bücherei, der Türmchenvilla und der angrenzenden Grünfläche stehen soll.

Wie die GAH jetzt mitteilt, hat sie sich noch einmal eingehend mit der Problematik beschäftigt und dabei im Rathaus Einblick in die Akten dieses Vorgangs genommen. Dabei habe sich den Grünen die Gründe der Entscheidung des Bürgermeisters vor dem Hintergrund der ausführlichen gutachterlichen Stellungnahme des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe „nicht erschlossen“.

Brief an Landschaftsverband als Fachbehörde verfasst

Die Prüfung der Akte hat die GAH jetzt zum Anlass genommen, den Landschaftsverband als Fachbehörde noch einmal anzuschreiben und zu bitten, beim entsprechenden Ministerium eine sogenannte Ministerentscheidung pro Denkmalschutz anzuregen. Der fachlich gut begründeten Darstellung des Landschaftsverbandes, das Haus als Denkmal zu klassifizieren, könne die Stadt aus Sicht der GAH nicht mit einer differenzierten Stellungnahme entgegentreten, sondern sie berufe sich im Wesentlichen auf formale Gründe, ohne dass denen inhaltliche Aspekte entgegengesetzt werden.

Dieses Vorgehen bedürfe deshalb, so die Auffassung der GAH, noch einmal einer ministeriellen Überprüfung, bevor die vom Landschaftsverband als geschlossenes Ensemble wahrgenommene Häuserzeile von Türmchenvilla, Bücherei inklusive des ehemaligen Jugendzentrums und Haus Bollweg durch dessen Abriss zerstört werde.

„Keinesfalls soll hier der Eindruck erweckt werden, die Stadt habe widerrechtlich gehandelt“, heißt es allerdings in einer Pressemitteilung der GAH. Aus ihrer Sicht sei die Problematik jedoch nicht differenziert genug betrachtet worden, und man hätte auch zu einem anderen Ergebnis gelangen können. Gerade weil das Zentrum um den alten Markt neu und attraktiver gestaltet werden solle, dürfe auf diesen weitergehenden Schritt nicht verzichtet werden.

Die Grüne Alternative hofft, dass der Landschaftsverband die Anregung aufnimmt und der Minister entscheidet, dass dieses Zeugnis aus früheren Zeiten der Stadt Hemer erhalten bleibt – erst recht, da der Kulturausschuss grundsätzlich entschieden hat, dass Bücherei und deren Anbau aufwendig modernisiert und umgebaut werden sollen.

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