Jäger

Hegering veranstaltet Hubertusfeier mit großem Feuer

Das Bläsercorps des Hegerings eröffnete mit dem Fürstengruß die Hubertusfeier.

Das Bläsercorps des Hegerings eröffnete mit dem Fürstengruß die Hubertusfeier.

Foto: Annabell Jatzke

Becke.  Die Jäger verzichteten dieses Mal bewusst auf Präsentation der Jagdbeute, der sogenannten Strecke. Zudem gab es ein Resümee über die Jagdsaison.

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Mit dem „Fürstengruß“ hat das Bläsercorps des Hegerings Iserlohn-Hemer am Sonntagabend die alljährliche Hubertusfeier auf dem Hof der Familie Hücking eröffnet. „Jägermarsch“ und weitere Darbietungen folgten. Die Bläser waren aber wie gewohnt nicht die einzigen Mitwirkenden. Auch der MGV Oese ließ mit Chorleiterin Viktoria Ibsch unter anderem das „Jägerlied“ erklingen. Zudem zog Hegeringsleiter Frank Eifler ein Resümee über die vergangene Jagdsaison in den heimischen Revieren.

Traditionell bei der Hubertusfeier nicht fehlen durfte neben dem musikalischen Rahmenprogramm auch das Hubertusfeuer. Normalerweise wird daneben dann auch die Strecke, also das bei der Jagd erlegte Wild, präsentiert. Aus Hygienegründen wurde in diesem Jahr allerdings bewusst darauf verzichtet, was Frank Eifler den interessierten Besuchern in seiner Ansprache genauer erklärte.

43 Prozent mehr Schwarzwild im Revier als zu Höchstzeiten

Hohe Bestände an Füchsen haben die heimischen Jäger derzeit zu bejagen. Einerseits wegen der Eindämmung der Tollwut und andererseits wegen dem gefährlichen Fuchsbandwurm. Beim Rehwild wird punktuell gejagt. Das Schwarzwild ist ständiger Gast in den Revieren. Die Population nimmt Überhand. Bisher könne in diesem Jahr bereits von 43 Prozent mehr Schwarzwild als zu Höchstzeiten gesprochen werden.

In seiner Ansprache ging Eifler zunächst noch einmal auf die Legende des heiligen Hubertus ein, dem die Hubertusfeier Jahr für Jahr zu verdanken ist. Hubertus suchte einst nach dem Tod seiner Frau Ablenkung in der Jagd, allerdings missachtete er dabei Gottes Gebote und jagte maßlos. Bis ihm schließlich eines Tages ein Hirsch mit strahlendem Kreuz im Geweih erschien. Hubertus wandte sich daraufhin dem christlichen Glauben zu und wurde sogar zum Bischof ernannt. Den Jägern gilt diese Legende als Mahnung für einen respektvollen Umgang mit dem Wild.

„Respektvoller Umgang mit dem Wild bedeutet vor allem, dass man für die Jagd einen vernünftigen Grund braucht“, so Eifler. Nachhaltiger Nahrungserwerb, Bestandsregulierung und Seuchenabwehr sind dafür die Hauptgründe. Nachhaltiger Nahrungserwerb bedeute aber auch sachgerechter Umgang mit Wildbret. Und daher verzichtete man diesmal auf die Strecke, weil die sogenannte Verhitzung des Wildbrets drohte.

Dabei spielen Körpertemperatur und Verfassung, Lage und Größe des Ausschusses, Außentemperatur, Jahreszeit und Zeitfaktor eine entscheidende Rolle. Durch die stickige Reifung die beim unsachgemäßen Umgang mit dem Wildbret droht, kann das Wildbret ungenießbar werden, was nicht im Sinne des Jagdgedanken wäre.

Nach der offiziellen Feier wurde anschließend zum gemütlichen Beisammensein in Hückings Scheune eingeladen. Dort hatten die Jäger und auch die anderen Besucher noch genügend Gelegenheit, gesellig zu plauschen.

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