Hemer als Motor der Region

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Hemer. Aufbruchsstimmung für die heimische Region bringt die Landesgartenschau 2010 in Hemer. Beim "Burggespräch" zum Keuco-Reitturnier auf der Edelburg versorgte Bürgermeister Michael Esken am Samstag die "WIN"-Wirtschaftsinitiative und Wirtschaftskapitä

Mit einer "Sandwich-Theorie" erklärt Esken sein Programm für einen beispiellosen Investitionsschub aus der Felsenmeerstadt: Iserlohn und Menden als Semmelscheiben außen - "im Zentrum, wo es am besten schmeckt, ist Hemer". Seine Rede war von insgesamt 43 Mio. Euro, die das Land und Hemer für die Gartenschau 2010 aufbringen. Bis zu 26,3 Millionen Euro werden hoffentlich aus NRW-Fördertöpfen angezapft, "Sesam öffne dich": Die Gartenschau eröffnet märchenhafte Zugangsmöglichkeiten. Esken: "Das ist die Wunschvorstellung: 26,3 Mio. Euro!".

"Hier bauen wir unser Hemer für die Region neu", heizte der Bürgermeister seinen Zuhörern ein: "Hemer wird der Motor der Region sein." Hemers Eigenanteil für die Gartenschau liegt bei 13 Mio. Euro; keine Frage, eine Riesensumme, die bei Banken und der Sparkasse aufzunehmen ist: "Das ist eine Investion in die Zukunft. Hier bauen wir das Haus neu!" Der Gürtel werde nach dem Kraftakt enger geschnallt, aber der Zusammenhalt der Region werde gefördert: "Das Auftragspotenzial bleibt nicht in der Stadt!". Hemers BM beschwor eine Stimmung und einen Geist, wie bei den Fußball- und Handballweltmeisterschaften erlebt.

Seit Freitag läuft im Internet die europaweite Ausschreibung nach kompliziertem EU-Regelwerk. 30 Architektenbüros sollen Entwürfe liefern. Hemer benennt acht heimische Büros. Diese acht Bewerbungen kommen mit 22 weiteren in die Verlosung, wobei noch in junge und alte Unternehmen unterschieden wird.

Ab 2008 sind Dauerkarten für die Landesgartenschau in Hemer erhältlich. Die Stadt Hemer kalkuliert mit 400 000 Besuchern, strebt aber 7- bis 800000 Menschen an, die Eintritt zahlen. Neue Kinderspielplätze, die auf Dauer stehen bleiben, für 1 Mio. Euro sind veranschlagt, 2,2 Mio. Euro für die Umgestaltung des Hademareplatzes und der Fußgängerzone, 4,9 Mio. Euro für Abbruch- und Entsiegelungsarbeiten in der Blücherkaserne, 4,2 Mio. Euro für eine Neugestaltung des Straßenverkehrs, 500 000 Euro für Grunderwerb (Kasernenteile, Standortübungsplatz), eventuell 2 Mio. Euro für einen durchgehenden Radweg Iserlohn-Hemer-Menden. Eine neue Gemeinschaftshalle der Stadt in der Kaserne entsteht zunächst für die Gartenschau. Auf Dauer bleiben werde der Jüberg-Turm, das neue Wahrzeichen der Felsenmeerstadt, 25 Meter hoch auf der Berganschüttung über der Kaserne mit bestem Panoramablick in drei Himmelsrichtungen. (Der Balver Wald liegt höher.) 800 000 Euro werden für Marketingkosten ins Land gestreut. 6,8 Mio. Euro steckt die Stadt Hemer in die Durchführung der Gartenschau. Baubeginn werde "irgendwann in 2008" sein. Zu schaffen sind u. a. Kfz-Stellplätze, Kassensystem, Gartenvielfalt: Mustergärten, Friedhofsgärten, Afrikagarten, Frühlings-, Sommer-, Herbst-, Wintergärten und und und. Noch eine Investition: "Die Kaserne haben wir auch noch nicht gekauft, aber das ist ein anderer Topf."

"Wir sind die erste Gartenschau ohne See, aber wir haben ein Meer, ein Felsenmeer." Das sei die letzte Chance, um in dem Naturschutzgebiet den geotopischen Aspekt mit Steinen und Felsen wieder nach vorn zu bringen. Noch keine Kosten nannte der BM für die geplante Fußgängerbrücke ü b e r das Felsenmeer.

Blücherkaserne, Heinrichshöhle, Felsenmeer sind die Gartenschau-Orte. Ein Verbindungsstück am Ennertsweg wurde jetzt gekauft. Der Truppenübungsplatz wird von Esken als "schönes Anhängsel" separat gehandelt für Fußgänger und Radler - 2010 vielleicht vis-a-vis mit Wisenten und Auerochsen.

Nicht nur Journalisten bekamen letzten Mittwoch keine Telefonverbindung in die Rathaus-Chefetage, wo eine riesige Förderkonferenz tagte. 16 Mitarbeiter der Bezirksregierung begleiten die Abrechnungen. Michael Esken: "Regierungspräsident Diegel hat zugesagt, es persönlich zu begleiten." Bericht folgt

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