Verkehr

Hemer: Polizei muss Vollsperrung in Ihmert absichern

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Die Ihmerter Straße ist bis einschließlich Sonntag voll gesperrt. Bauarbeiter berichten von chaotischen Autofahrern.

Die Ihmerter Straße ist bis einschließlich Sonntag voll gesperrt. Bauarbeiter berichten von chaotischen Autofahrern.

Foto: Ralf Engel / IKZ Hemer

Ihmert.  Von „chaotischen Autofahrern“ berichten Bauarbeiter nach der Vollsperrung der Ihmerter Straße in Hemer. Die Polizei musste alarmiert werden.

„Sie können hier nicht durch!“, „Ich muss aber, ich fahr hier immer her“: Wie oft die Bauarbeiter an der Vollsperrung auf der Ihmerter Straße in Hemer diesen Dialog mit Autofahrern beginnen mussten, können sie gar nicht mehr sagen. Weil Beschilderungen und Absperrungen massiv ignoriert wurden, musste am Freitagmorgen sogar die Polizei alarmiert werden.

90 Schilder für die großräumige Umleitung aufgestellt

Die Stadt und Straßen NRW hatten die Vollsperrung der Ihmerter Straße zwischen der Tütebelle und der Dorfkreuzung seit Wochen angekündigt und großräumig mit über 90 Schildern ausgeschildert. Dennoch zeigten sich Autofahrer am frühen Freitagmorgen überrascht, schoben teilweise die Absperrböcke zur Seite und umfuhren Schilder, um neben der Fräse über die Landesstraße zu fahren. Damit die Kreuzung für den Baubeginn überhaupt geräumt werden konnte, stellte sich die Polizei auf die Kreuzung.

+++ Das Ihmerter Tal als Großbaustelle +++

Durch die Sperrung ist bis Sonntag gegen 18 Uhr die einzige direkte Verbindung zwischen Altena und Hemer komplett gekappt, parallele Schleichwege gibt es nicht. Wegen dieser Einschränkungen haben Firmen ihren Lieferverkehr eingestellt, die Ihmerter Arztpraxis blieb geschlossen und auch der Dorfladen schließt am Abend früher.

Von Hemer aus kommend kann der Verkehr noch über die Kreuzung und dann Richtung Iserlohn abgeleitet werden. Bauarbeiter mussten die Absperrungen für den Baustellenverkehr immer öffnen und schließen, die reine Beschilderung reichte nicht. Schwieriger zeigte sich die Lage an der Ihmerter Tütebelle, die aus Fahrtrichtung Altena zur Sackgasse geworden ist. Während Autofahrer noch auf der Fahrbahn wenden konnten, standen Sattelschlepper auf der Straße, wussten nicht vor und zurück. Weil auch in Altena so viel gesperrt sei, sei er trotz Beschilderung dem Navi gefolgt, berichtete ein genervter Lkw-Fahrer. Bauarbeiter halfen ihm beim schwierigen Wendemanöver. Busse der MVG können die Baustelle weiterhin passieren. Am Freitag wurde die bislang nur provisorische Fahrbahndecke abgefräst. Am Samstag beginnen die Asphaltierungsarbeiten. Die Deckschicht muss dann bis Sonntag aushärten. Besonders in diesem Zeitraum darf die Straße nicht befahren werden.

Zweite Sperrung vom 7. bis 9. Oktober

Weiteres Ungemach im Ihmerter Tal droht in zwei Wochen. Der zweite Bauabschnitt von der Westendorfstraße bis einschließlich Zufahrt zum Holmecker Weg wird am Freitag, 7. Oktober, um 6 Uhr beginnen. Auch hier ist es geplant, die Ihmerter Straße am Sonntag, 9. Oktober, um 18 Uhr wieder freizugeben. Die Umleitung wird über die Westendorfstraße Richtung Kesbern, durch die Läger und Iserlohner Altstadt auf die Westfalenstraße und umgekehrt ausgeschildert. Aus Fahrtrichtung Hemer wird dann ab Holmecker Weg nichts mehr gehen.

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