Schulen

Hemer soll Schulsozialarbeit an Iserlohner Schule bezahlen

Der Teilstandort der Brabeckschule in Hemer.

Der Teilstandort der Brabeckschule in Hemer.

Foto: Ralf Engel

Hemer.  Die Schulsozialarbeit nimmt auch an den Hemeraner Schulen einen immer größer werdenden Stellenwert ein.

Die Schulsozialarbeit nimmt auch an den Hemeraner Schulen einen immer größer werdenden Stellenwert ein, und das nicht nur an den Schulen, die vielleicht eine internationale Klasse oder ähnliches haben. An allen Schulen, wo diese Arbeit in unterschiedlichen Formen geleistet wird, weiß man, wie wichtig es ist, diese Arbeit aufrecht zu halten. Der Kinder- und Jugendhilfeausschuss beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit diesem Thema. Einig waren sich alle Mitglieder, dass mehr Stunden wünschenswert wären, um noch wirksamer arbeiten zu können, und das am besten an allen Wochentagen. Der Bedarf ist da, das ist an den Schulen spürbar. Die Verwaltung soll hinsichtlich der nächsten Haushalts- und Stellenplanung eine zusätzliche Stelle in der Kinder- und Jugendförderung zum Einsatz in der Schulsozialarbeit einplanen.

Schwierige Umstellung fürdie Brabeckschüler

Auch am Teilstandort der Brabeckschule, der in diesen Tagen schließt, ist Schulsozialarbeit ein großes Thema. Die Kinder und Jugendlichen werden ab nächstem Schuljahr in Iserlohn am Standort Mendener Straße beschult. Damit verbunden ist der Wechsel der Trägerschaft an den Märkischen Kreis. Als örtlicher Jugendhilfeträger bleibt die Stadt Iserlohn aber für die Angebote in der Schulsozialarbeit verantwortlich, während die Zuständigkeit des Hemeraner Jugendamtes endet.

Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet der Umzug nach Iserlohn eine Umstellung, und in ihrem Sinne wird die bisherige Schulsozialarbeiterin die Kinder und Jugendlichen während des Übergangs begleiten, und es soll auch in Hemer für Eltern eine Möglichkeit der Beratung geben. Die an der Brabeckschule gegründete Mädchengruppe kann in Hemer unter dem Dach des Jugendzentrums weitergeführt werden.

Auch das Iserlohner Jugendamt macht Angebote im Rahmen der Schulsozialarbeit; unter anderem arbeitet die Kommune mit der Evangelischen Jugendhilfe Iserlohn zusammen, die das Programm „JanS“ ins Leben gerufen hat. Auch am Schulstandort Mendener Straße gibt es „JanS“, das aber zum 31. Dezember gekündigt wurde, weil ab dem neuem Schuljahr mehrheitlich Schüler aus Hemer unterrichtet werden. In Iserlohn ist man der Auffassung, dass sich Hemer an den Kosten beteiligen müsse. „Das stellt angesichts der bisherigen Praxis, die ohne Ausgleichsrechnung unter den Kommunen erfolgte, ein Novum dar“, heißt es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung für den Kinder- und Jugendhilfeausschuss. Mit diesem Vorhaben der Stadt Iserlohn können sich die Ausschussmitglieder nicht abfinden und sind sich einig, dass man für „JanS“ kämpfen müsse.

„JanS“ auch weiterhinsicherstellen

Wie stellt sich der Märkische Kreis die Schulsozialarbeit an seinen Schulen vor? In Hemer ist der Ausschuss der Auffassung, das man hinsichtlich dieser Frage in den Dialog gehen und dem Kreis darstellen müsse, dass er in dieser Angelegenheit nicht außen vor ist. Auf keinen Fall dürfe es so kommen, dass die Brabeckschule an der Mendener Straße am Ende ohne einen Schulsozialarbeiter da stehe.

Am anderen Teilstandort der Brabeckschule wird „JanS“ weitergeführt.

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