Abfall

Hemers Entsorgungslandschaft verändert sich 2020

Von der Box für Batterien und Sondermüll will sich die Stadt trennen. 

Von der Box für Batterien und Sondermüll will sich die Stadt trennen. 

Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

Hemer.  Künftig soll es auf dem Bringhof einen Restmüllcontainer geben. Von der Box für Batterien will sich die Stadt trennen.

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Die Stadt wird sich wohl im kommenden Jahr von dem Sondermüllbehälter im Rathaus trennen, in dem entladene Batterien entsorgt werden können. Allerdings kommt auch etwas dazu. 2020 soll ein Restmüllcontainer am Bringhof aufgestellt werden, der in Ausnahmefällen auch größere Müllsäcke bis zu 120 Liter aufnimmt. Eine weitere kleinere Änderung: Die Abfallbeseitigungsgebühren verringern sich leicht.

Vor allem aus Sicherheitsgründen soll der graue Sondermüll-Kasten im Rathaus entfernt werden. „Wenn einige Arten von Akkus zusammenkommen, dann kann das zu einem Brand führen“, resümierte Edgar Schumacher, Fachdienstleiter Umwelt, die neuesten Erkenntnisse im Betriebsausschuss am vergangenen Donnerstag. Bürger hätten weiterhin aber die Möglichkeit, ihren Batteriemüll abzugeben, nur eben nicht bei der Stadt. „Die Händler haben eine Verpflichtung, Batterien wieder zurückzunehmen, wenn sie diese verkaufen“, verwies er auf die Gesetzeslage.

120-Liter-Müllsäcke könnenfür 12 Euro abgeliefert werden

Dass nun ein Restmüllcontainer auf dem Bringhof aufgestellt werden soll, habe mit immer wieder geäußerten Wünschen von Bürgern zu tun. „Der Bringhof ist eigentlich nicht für Restmüll gedacht. Es gab aber immer wieder Anfragen, vor allem wenn nach besonderen Anlässen oder Aktionen viel Restmüll anfällt“, erklärte Edgar Schumacher. Da der Restmüll für gewöhnlich in den über die Müllgebühren finanzierten grauen Tonnen beseitigt werden soll, sind die Kosten für diese Entsorgung extra ein wenig höher eingerechnet. Die Anlieferung wird zwölf Euro kosten.

Verringerte Kosten meldete Schumacher für die Abfallbeseitigungsgebühren im kommenden Jahr. Diese sind je nach Behälter um ein oder zwei Euro billiger geworden. Der 80-Liter-Behälter hat für das aktuelle Jahr 187 gekostet, für das Jahr 2020 verlangt die Stadt 186 Euro. Ähnlich sieht es auch bei dem 120-Liter-Behälter aus. 2019 kostete er 257 Euro, im kommenden Jahr soll er 255 Euro kosten. Insgesamt ist eine Gebührensenkung von 0,6 Prozent geplant.

Grundlage für die Gebühren ist die Kalkulation der Stadt für das Jahr 2020. Demnach ergaben sich 3,57 Millionen Euro, von denen zu 50,7 Prozent die Entsorgungsgebühr des Märkischen Kreises bezahlt werden, 38,8 Prozent entfallen auf den Unternehmereinsatz, 6,4 Prozent sind Sachkosten und 4,1 Prozent Personalkosten. Nach Abzug der Einnahmen bleiben, so die Stadt, noch rund 3,4 Millionen Euro, die über die Gebühren von den Bürgern finanziert werden sollen. Der zu zahlende Beitrag besteht aus einer Grundgebühr und einem volumenabhängigen Anteil. Zum Zeitpunkt der Gebührenkalkulation gibt die Stadt an, dass sich in Hemer 10.627 Restabfallbehälter mit einem Gesamtvolumen von 1,6 Millionen Liter befinden.

Entwässerungsgebühren steigen leicht an

Eine leichte Steigerung ist in diesem Jahr bei den Entwässerungsgebühren zu verzeichnen. Für das Jahr 2019 hat der typische Vier-Personen-Musterhaushalt mit rund 200 Kubikmeter Wasserverbrauch und 130 Quadratmetern versiegelter Fläche rund 605 Euro Entwässerungsgebühren zahlen müssen, für das Jahr 2020 fallen 612 Euro Gebühren an. Die Gebühren für Schmutzwasser und Eigenwasser haben sich von 2,57 auf 2,60 Euro pro Kubikmeter erhöht. Die Kosten für Niederschlagswasser von 0,70 auf 0,71 Euro pro Quadratmeter. Die Kosten für die Regenwassernutzungsanlage ist von 1,87 auf 1,89 Euro pro Kubikmeter gestiegen.

Rund 99 Prozent der Haushalte sind an das Kanalnetz angeschlossen. Rund 133 Anwohner lassen ihr Wasser über 30 Kleinkläranlagen oder 18 abflusslosen Gruben ab.

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