Ihmert

Hemers Süden wird „herzsicher“

Defibrillatoren für Ihmert

Defibrillatoren für Ihmert

Foto: Annabell Jatzke

Ihmert.  Herzsicherheit wird in Hemers Süden großgeschrieben. Bereits jetzt gibt es zwei Defibrillatoren im Ort.

Herzsicherheit wird in Hemers Süden großgeschrieben. Gerade im Falle eines plötzlichen Herzstillstands ist schnelle Reaktion gefragt. Damit ein Betroffener den Herzstillstand ohne bleibende Schäden übersteht, sind die ersten fünf Minuten von enormer Bedeutung. Bis allerdings ein Rettungswagen und Notarzt einen abgelegenen Ortsteil wie Ihmert erreicht, verstreicht wertvolle Zeit. Gemeinsam haben der Bürgerverein „Wir in Ihmert“ und der Förderverein „Feuerwehrfreunde der Löschgruppe Ihmert“ vor geraumer Zeit ein Projekt initiiert, um die Notfallversorgung zu verbessern.

Ziel sind drei Defis im Ort

Die beiden Vereine sorgen in enger Kooperation dafür, dass Ihmert herzsicher gemacht wird und eine ausreichende Abdeckung mit Automatisierten Externen Defibrillatoren (kurz AED) rund um die Uhr garantiert ist. Ziel ist es an drei Orten im Dorf AED aufzuhängen. Zwei konnten bereits dank der Großspenden der Ihmerter Leuchten-Firma Meyer und der Sparkasse Märkisches Sauerland Hemer Menden angeschafft werden. Seit Ende September hängen sie in speziellen Außenkästen, alarmgesichert und klimatisiert, einerseits im Oberdorf am Restaurant Tütebelle und andererseits in der Dorfmitte am Ihmerter Dorfladen, die sich beide bereit erklärt haben, die Stromversorgung zu gewährleisten. Die Lebensretter sind jederzeit einsatzbereit, dadurch, dass sie an der Außenfassade freizugänglich sind. Die Benutzer dürfen keine Angst haben und im Notfall nicht zurückschrecken. Einerseits ertönt ein Alarmsignal, wenn der Kasten geöffnet wird. Aber auch die Bedienung andererseits sollte niemanden verängstigen, ist das Gerät doch selbsterklärend. Eine Stimme erklärt dem Ersthelfer jeden einzelnen Schritt.

Neben den stationär angebrachten zwei AEDs gibt es in Ihmert derzeit noch ein mobiles Gerät, das von Jochen Koch gespendet wurde. Dieses lagert bei der Feuerwehr und kann dort gemeinsam mit dem Notfallset, mitsamt dem von Friedhelm Breiser hergestellten Gestell, für Veranstaltungen im Dorf ausgeliehen werden. Darüber hinaus setzen sich beide Vereine gemeinsam für die Platzierung von zehn Erste-Hilfe-Koffern im Dorf ein und schulen die Bevölkerung mit verschiedenen Aktionen.

Das nächste Etappenziel ist es, Spenden für den dritten AED zu akquirieren. Dieser soll dann in der Ecke evangelische Kirche/Haßberg platziert werden. Dafür bedarf es allerdings knapp 2000 Euro. Natürlich würden sich die Initiatoren freuen, wenn sich weitere Sponsoren finden würden. Jeder einzelne Euro aus der Bevölkerung hilft. So konnte Dennis Breiser am Freitagabend 150 Euro von seiner Aktion „Chamäleon durch Europa“ spenden. Wer mehr über die Aktion „Ihmert herzsicher“ erfahren möchte und gegebenenfalls spenden und somit Leben retten will, findet auf der Homepage www.herzsicher.ihmert.com alle wichtigen Informationen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben