Gedenkstätte

Hoher Besuch in Stalag VI A Gedenkstätte

Der Verein Hemeraner Zeitgeschichte führte Staatssekretär Klaus Kaiser (2.v.l) und Hans Wupper-Tewes (3.v.l.) durch die Ausstellung.

Der Verein Hemeraner Zeitgeschichte führte Staatssekretär Klaus Kaiser (2.v.l) und Hans Wupper-Tewes (3.v.l.) durch die Ausstellung.

Foto: Carolin Meffert

Hemer.  Der Parlamentarische Staatssekretär Klaus Kaiser besuchte auf seiner Rundreise die Stalag VI A Gedenkstätte.

Die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und der Holocaust rücken zwar zeitlich in immer weitere Ferne, doch das ihnen zugrundeliegende Gedankengut aus Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Hass tritt auch heute noch immer wieder offen zutage. Daher ist es umso wichtiger, die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten wachzuhalten und sich aktiv mit der Thematik auseinanderzusetzen. Einen wichtigen Beitrag leisten dabei Gedenkstätten und Erinnerungsorte wie das Stalag VI A, die Besucherinnen und Besucher informieren und sensibilisieren.

Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, besucht derzeit die 28 NS-Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen, hört sich die Geschichten der Orte an und spricht mit Organisatoren und Engagierten – so auch kürzlich in der Felsenmeerstadt, wo er sich auf dem Gelände des Sauerlandparks von Hans-Hermann Stopsack, Vorsitzender des Vereins für Hemeraner Zeitgeschichte, über die Geschichte des Stammlagers informieren ließ.

„Das Stalag IV A war eines der größten in Deutschland mit über 100.000 Kriegsgefangenen“, erinnerte Hans-Hermann Stopsack und zeichnete die Entwicklung des heutigen Sauerlandparkgeländes nach. So wurde das Lager am 14. April 1945 kampflos an die Amerikaner übergeben, die das Stalag für ein Displaced-Persons-Lager, bekannt unter dem Namen „Camp Roosevelt“ nutzten. Später wurde es zu einem Lager für Nazis, die auf ihren Prozess warteten, von 1956 bis 2007 fungierte das Gelände als Kaserne für die Bundeswehr.

Gespräch über mögliche Förderungsmöglichkeiten

Nach einem offiziellen Rundgang durch die aktuelle Ausstellung zogen sich der Vorstand des Vereins für Hemeraner Zeitgeschichte mit dem Staatssekretär Klaus Kaiser, sowie dem Leiter der Landeszentrale Politischer Bildung Dr. Hans Wupper-Tewes, Bürgermeister Michael Heilmann und der Landtagsabgeordnete Inge Blask zu einem Arbeitskreis zurück, bei dem sie sich besonders über Förderungsmöglichkeiten für die Gedenkstätte berieten. Möglich seien unter anderem die Ausbildung von Ausstellungsführern, Neuanschaffungen und Modernisierungen der Ausstellung, sowie eine engere Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte in Lüdenscheid. Zudem soll auch die Zusammenarbeit mit den Schulen gefördert werden.

Hans-Hermann Stopsack machte deutlich, dass eine Zusammenarbeit mit den Schulen zwar schon bestehe, doch meistens kämen die Klassen nur zu bestimmten Terminen wie dem Tag gegen Rassismus in die Gedenkstätte. Zum Dank bekam Staatssekretär Klaus Kaiser ein Buch über das Stalag VI A überreicht.

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