Ihmert

Ihmerter Kirche möchte sich für das ganze Dorf öffnen

Die evangelische Kirchengemeinde Ihmert lädt zur Zukunftswerkstatt ein:  v.l. sitzend Christine Gluth, Volker Finkeldei, Christina Lau, Dr. Judith Kuhn, Klaus Fischer,  v.l. stehend Petra Herzberg, Gaby Bach, Axel Dossmann

Die evangelische Kirchengemeinde Ihmert lädt zur Zukunftswerkstatt ein:  v.l. sitzend Christine Gluth, Volker Finkeldei, Christina Lau, Dr. Judith Kuhn, Klaus Fischer,  v.l. stehend Petra Herzberg, Gaby Bach, Axel Dossmann

Foto: Annabell Jatzke

Ihmert.  In der Zukunftswerkstatt werden am Samstag Ideen für die Sanierung und die Angebote der evangelischen Kirche gesucht.

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Wie geht es nach dem Einsturz der Stützmauer des Kirchenvorplatzes im Februar 2017 nun endlich weiter? Wann sind der Vorplatz und der Treppenaufgang wieder nutzbar? Was gibt es für Pläne für Neu- und Umbau? Dies sind nur einige Fragen, die den Hemeraner Süden derzeit beschäftigen. Neben der Situation nach dem „Mauerfall“ sind auch die fehlende Barrierefreiheit, der enge Treppenturm, die Toiletten im Keller und das Nutzungsverbot des Jugendraumes im Dachgeschoss aufgrund des mangelnden Brandschutzes heiß diskutierte Themen, wenn es um die evangelische Kirche Ihmert geht.

Begehung des Kirchengebäudes

Am Samstag sind daher alle interessierten Bürger und Bürgerinnen von 14 bis 17 Uhr in die evangelische Kirche Ihmert eingeladen, um sich einzubringen. Es geht bei der „Zukunftswerkstatt Ihmerter Tal“ um die Zukunft für das Ihmerter Tal und insbesondere um Ideen für die Zukunft der evangelischen Kirche.

Nach einer kurzen Begrüßung und einer Vorstellungsrunde wird am Samstag eine Begehung des Kirchengebäudes und des Außengeländes erfolgen. Danach wird die Projektgruppe die Analyseergebnisse vorstellen und erste konzeptionelle Überlegung darlegen. Nach einer Pause geht es in zwei Arbeitsgruppen weiter. Einerseits soll sich Gedanken über wünschenswerte kirchliche Angebote und externe Angebote gemacht werden. Schlussendlich wird es dann einen Ausblick geben.

Die Projektgruppe befindet sich derzeit in der Ideenfindung und ist offen für die Anregungen von außen. Wenn alle Ideen zusammengetragen sind, wozu auch die Veranstaltung am Samstag dienen soll, geht es in die konkrete Konzeptentwicklung und dann können mit dem endgültigen Konzept Fördermittel beantragt werden. Die bisherigen Ideen sind vielfältig und reichen vom Gemeindezentrum über betreutes Wohnen bis hin zum Dorfgemeinschaftshaus für alle.

Einige Impulse bekam die Projektgruppe bereits durch die Umfrageaktion im Ihmerter Tal. Rund 1500 Fragebögen mit Fragen zu der Zukunft der Gemeindearbeit, und dem damit verbundenen Raumbedarf sind an alle Haushalte in Ihmert, Ihmerter Bach und Bredenbruch verteilt worden. Um einen Anreiz zum Ausfüllen zu schaffen werden unter allen Einsendern Preise verlost. Etwa 100 Bögen, bis auf Ausnahmen nur mit ernsthaften und guten Antworten, wurden bislang zurückgesendet.

Mehrheitlich gelobt wurden bei der Umfrage die Umgebung, die Gemeinschaft und das Engagement der Vereine. Kritikpunkte waren hingegen unter anderem die Verkehrssituation, die Infrastruktur sowie fehlende Angebote für Kinder und Jugendliche. Spannend waren die Antworten, welche Erwartungen man gegenüber der Kirche hat. Viele der Befragten haben konkrete Vorstellungen, wie Kirche sein soll.

Offenes Ohr für dieWünsche der Bürger

Um ein weiteres Meinungsbild zu bekommen und ein offenes Ohr für die Wünsche, Bedarfe und Visionen der Bewohner zu haben, hat Dr. Judith Kuhn vom Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen auch Interviews mit gezielt ausgesuchten Gesprächspartnern geführt. Die Kirche möchte sich für das ganze Dorf öffnen, und so gab es auch vielversprechende Gespräche mit dem Dorfverein „Wir in Ihmert“.

Zur Projektgruppe gehören unter anderem Pfarrerin Gaby Bach, Dr. Judith Kuhn, Christina Lau, Axel Dossmann, Baupresbyter Klaus Fischer, Volker Finkeldei, Petra Herzberg und Christine Gluth, als Rollstuhlfahrerin selbst von der nicht vorhandenen Barrierefreiheit betroffen. Sie sind gespannt, wie die Resonanz am Samstag sein wird.

Wer etwas verändern will, darf sich nicht daheim zurücklehnen, sondern sollte sich auf den Weg machen und das Gemeinschaftsprojekt der evangelischen Gemeinde, des Kirchenkreises Iserlohn und des Instituts für Kirche und Gesellschaft unterstützen.

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