Gebühren 2018

Im neuen Jahr wird in Hemer nicht alles teurer

Foto: KLEINRENSING, Michael

Hemer.   Der Rat hat für 2018 neue Gebühren beschlossen: Die graue Tonne wird etwas günstiger, die Bestattungskosten variieren.

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Es geht um einige Cent, wenn die Gebühren für Abwasser oder Abfall für das neue Jahr angepasst werden. Große Kostensteigerungen müssen die Hemeraner nicht befürchten, die Abwassergebühren als auch die Müllgebühren bleiben weitgehend stabil. Auch die Grundsteuern werden nicht erhöht. Je nach Anbieter dürfte der Strom jedoch Mehrkosten verursachen.

Abwassergebühren: Ein Musterhaushalt (Wasserverbrauch von 200 Kubikmetern im Jahr und Grundstück mit 130 Quadratmetern versiegelter Fläche) muss für das Einleiten von Schmutzwasser und Oberflächenwasser in die Kanalisation im kommenden Jahr 601,60 Euro statt 597,60 Euro wie im laufenden Jahr bezahlen. Im kommenden Jahr wird Hemer voraussichtlich die günstigste Kommune im Märkischen Kreis sein, was die Entwässerungsgebühren angeht. Konkret erhöht sich die Gebühr für den Kubikmeter Schmutzwasser um zwei Cent auf 2,54 Euro. Mit 72 Cent bleibt die Gebühr für den Quadratmeter versiegelter Fläche konstant.

Kleinkläranlagen: Einige Häuser im Stadtgebiet sind noch nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. 29 Kleinkläranlagen und 18 abflusslose Gruben werden betrieben. Deren Entsorgung wird für die Eigentümer etwas günstiger. Die Grundgebühr sinkt um 52 Cent pro Person auf 66,76 Euro . Die Abfuhrkosten sinken bei den Kleinkläranlegen um 89 Cent auf 26,07 Euro je Kubikmeter bzw. um 6 Cent auf 24,49 Euro je Kubikmeter Grubeninhalt.

Preis für Trinkwasserist seit 2010 stabil

Wasser: Der Wasserpreis ist seit 2010 stabil. Die Hemeraner zahlen 1,67 Euro pro Kubikmeter und liegen damit im guten Mittelfeld. Die Preisspanne je Kubikmeter reicht von 1,40 Euro in Frankfurt bis 2,77 Euro in Solingen. Der Grundpreis liegt in Hemer bei 152,80 Euro.

Müllgebühren: Stabil bleiben auch die Müllgebühren, sogar mit einer leichten Tendenz nach unten. So kostet die Leerung einer 60-Liter-Tonne im kommenden Jahr 153 Euro gegenüber 154 in diesem Jahr. Bei einem 120-Liter-Behälter fallen 259 statt 262 Euro an, bei einer großen 240- Liter-Tonne 473 statt 479 Euro.

Über 10 000 graue Tonnen sind im Stadtgebiet aufgestellt. In die Gebührenkalkulation fließen neben der Müllabfuhr und Entsorgung auch die Kosten für die Reinigung der Containerstellplätze oder die Beseitigung wilder Kippen sowie für den Bringhof ein. Der Bringhof erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. 1321 Tonnen Sperrgut brachten die Bürger nach Deilinghofen. Sie zweitgrößte Menge waren die Grünabfälle mit 1116 Tonnen. Auf 345 Tonnen gestiegen ist das Bauschuttaufkommen.

Erstmals werden die Mitarbeiter der Firma Lobbe ab dem kommenden Jahr nicht nur die grauen Tonnen nach der Leerung von den Straßen zurück an die Grundstücksgrenzen ziehen, sondern auch die blauen Tonnen. Die Stadt soll einen Vertrag mit Lobbe schließen, der auch die Rückholung der blauen Tonnen umfasst. Die Mehrkosten von 30 000 Euro sind in den Gebühren enthalten.

Gas: Die Stadtwerke und EVI verlangen im Grundpreistarif eine Grundgebühr von 85,68 Euro und einen Arbeitskreis von 6,63 Cent je Kilowattstunde.

Strom wird für vieleVerbraucher teurer

Strom: Nach dem Verbraucherpreisindex Strom des Portals Verivox wird eine dreiköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden im Januar 2018 durchschnittlich 27 Euro mehr als im Januar 2017 zahlen. Laut Verivox haben für den kommenden Januar und Februar bislang 140 Grundversorger Preisanpassungen angekündigt – 74 von ihnen erhöhen die Preise um durchschnittlich 2,8 Prozent, 66 senken sie um 2,4 Prozent. Als lokaler Versorger bieten EVI/ Stadtwerke Hemer den Stromtarif E-Komfort Fix ab 1. Januar 2018 für 93,99 Euro im Grundpreis pro Jahr und 28,44 Cent (bislang 26,14 Cent) an.

Grabgebühren: Selbst der letzte Abschied ist durch Gebühren geregelt und wird in vielen Bereichen teurer. So hat der Rat eine neue Friedhofsgebührensatzung mit einigen Änderungen für die städtischen Friedhöfe beschlossen. Die beliebten Baumurnenwahlgräber verteuern sich beispielsweise um 305 Euro auf 1520 Euro. Teurer werden auch die Urnengemeinschaftsgräber. Die Gebühr für das Kolumbarium sinkt um 30 Euro auf 1550 Euro. Um 40 Euro günstiger wird auch das Sargrasenreihengrab. Die Beisetzung eines Sargs verteuert sich um 105 auf 755 Euro.

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