Gedenken

Immer wieder für eine gerechte und friedvolle Welt kämpfen

Gedenkveranstaltung zur Befreiung des Stalags VIa

Gedenkveranstaltung zur Befreiung des Stalags VIa

Foto: Annabell Jatzke

Die Gedenkveranstaltung zur Befreiung des Stalag VIa fand an der von Realschülern gepflanzten Friedenstaube am Sauerlandpark statt.

Hemer. „Verantwortung für den Frieden“ unter diesem Motto stand die Gedenkveranstaltung zur Befreiung des Stalags VIa am 14. April 1945. Wieder einmal hatten die ökumenische Basisgruppe „Action 365“ und die Hans-Prinzhorn-Realschule gemeinsam zu der mittlerweile zur Tradition gewordenen Veranstaltung eingeladen. An der von Realschülern 2009 im Rahmen eines Schülerprojektes angelegten Friedenstaube konnten Reinhard Junge von der „Action 365“ und Thomas Krampe von der Realschule Gläubige unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Konfession begrüßen, die gemeinsam für den Frieden einstehen wollten.

Neben dem Mahnmal am ehemaligen Kaserneneingang und dem Gedenkraum ist die Friedenstaube aus Buchsbaum und weiteren Pflanzen im Steilhang vor dem Gebäude, wo sich früher der Leichenkeller des Lagers befand, der dritte symbolträchtige Erinnerungsort, der auf die Gräueltaten aufmerksam machen soll.

Die Realschüler hatten mit weiteren weiterführenden Schulen aus der Umgebung in der vergangenen Woche einen Ausflug nach Polen gemacht und dort das Konzentrationslager Auschwitz besichtigt. „Das kann man sich nicht vorstellen, was dort geschehen ist“, waren sich sowohl Lehrer als auch Schüler einig. Ebenfalls steht für alle fest: „So etwas darf sich nicht wiederholen!“. „Wir leben in einer gerechten, friedvollen Welt, dafür müssen wir kämpfen und auch dankbar sein“, unterstrich die junge Generation.
Nach dem Erfahrungsbericht der Schüler zeigte sich auch Bürgermeister Michael Heilmann tief berührt. Rund 10.000Menschen seien im Stalag VIa gestorben. Es sei ein Teil Hemeraner Geschichte, die man nicht verdrängen dürfe. Aus den Gräueltaten der Vergangenheit müsse man lernen und sich darum umso mehr für die Zukunft und den Frieden einsetzen, so Heilmann.

Eine vielfach diskutierte Form des Engagements bei der jungen Generation ist die Protestaktion „Fridays for Future“. Dabei gehen die jungen Leute nach dem Vorbild der Initiatorin Greta Thunberg für den Klimaschutz und somit eine bessere Zukunft auf die Straße. Dass es auch im Kleinen geht, zeigt Michelle Marx mit ihrer ins Leben gerufenen Aktion „Samstags für Hemers Zukunft“. Mit dem anschließenden Gang zum Mahnmal unterstrichen die Besucher, wie wichtig es ihnen ist, sich für den Frieden einzusetzen – und dabei ist man gemeinsam stärker als alleine.

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