Coronakrise

Informationen auch durch Lautsprecherdurchsagen

Der Wohnmobilstellplatz an der Hönnetalstraße wurde wegen des Kontaktverbots ebenfalls gesperrt.

Der Wohnmobilstellplatz an der Hönnetalstraße wurde wegen des Kontaktverbots ebenfalls gesperrt.

Foto: Ralf Engel / Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung

Hemer.  Die Stadt kontrolliert das Kontaktverbot auch in den Ortsteilen.

Bürger sollten sich nicht erschrecken, wenn ab heute Lautsprecherwagen durch die Siedlungen fahren. Die Stadt will per Lautsprecherdurchsagen von Dienst- und Feuerwehrfahrzeugen sicherstellen, dass auch wirklich alle Hemeraner über das neue Kontaktverbot informiert sind. Die NRW-Landesregierung hat am Sonntagabend per Rechtsverordnung ein landesweites Kontaktverbot ausgesprochen, um die Ausbreitung der Coronavirus-Infektionen einzudämmen.

Nicht mehr als zweiPersonen in der Öffentlichkeit

In der Öffentlichkeit dürfen nicht mehr als zwei Personen zusammenkommen. Ausnahmen gelten für Verwandte in gerader Linie, Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sowie in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen. Minderjährige und unterstützungsbedürftige Personen dürfen begleitet werden. Zudem sind dringend notwendige Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen und dienstlichen sowie prüfungs- und betreuungsrelevanten Gründen möglich. Der öffentliche Personennahverkehr ist von dem Kontaktverbot ausgenommen. Es wird allerdings dringend empfohlen, die Nutzung des ÖPNV auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

Seit Montag kontrolliert das Ordnungsamt das Einhalten dieser Regelung. Mit mehreren Fahrzeugen sind die Mitarbeiter unterwegs, überprüfen auch die Schließung von Geschäften und Restaurants. In der Innenstadt waren nur wenige Menschen unterwegs. Wegen der Zugangsbeschränkungen mit Mindestabstand bildeten sich vor allem vor Apotheken Schlangen.

„Verstöße gegen das Kontaktverbot werden als Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro und als Straftaten mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren verfolgt. Dabei werden Geldbußen entsprechend der Verordnung auf mindestens 200 Euro festgesetzt“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Die Stadt Hemer bittet alle Bürgerinnen und Bürger, sich an diese Regeln – insbesondere die Einhaltung des Mindestabstands von eineinhalb, besser sogar zwei Metern – zu halten. „Der Großteil der Bürgerschaft zeigt sich dabei sehr verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll, in dem er die Verhaltensregeln konsequent umsetzt“, heißt es in der Pressemitteilung.

Ausnahmen können der Stadt Hemer am Bürgertelefon (02372/551-700 oder -701) gemeldet werden. Die Stadt Hemer prüft die Situation anschließend und wird gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen umsetzen.

Rathaus bleibt für denBesucherverkehr geschlossen

Aufgrund des Kontaktverbotes erinnert die Stadt Hemer daran, dass die Rathäuser für den Besucherverkehr geschlossen sind. Es wird auf die Möglichkeit von telefonischen Terminvereinbarungen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hingewiesen. Die Stadt Hemer macht auch noch einmal auf das Unterstützungsangebot von „Mit Herz und Hand“ und der Stadt Hemer aufmerksam. Ältere Mitbürger und Risikopatienten können sich bei Laura Döring unter 02372/551-237 oder per Email (l.doering@hemer.de) melden.

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