Don Alder

Kanadier zeigt Fingerfertigkeit an den Saiten

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Foto: IKZ

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Hemer. Don Alder hat die Welt gesehen. Immer mit dabei: seine Gitarren. Mit ihnen hat er im Big Apple gespielt, war auf Asiens Bühnen unterwegs und stattete auch Europa regelmäßig Besuche ab. Den ganzen November tourt er noch durch Deutschland, die Schweiz und England. Anfang Dezember spielt er in Paris. Freitagabend hieß der Veranstaltungsort nicht weniger klangvoll Deilinghofen.

In der Stephanuskirche zeigte der prämierte Musiker aus Kanada seine Fingerfertigkeit an den Saiten. Doch nicht nur da. Auch den Korpus des Instruments nutzte Don Alder, um sein Gitarrenspiel auch percussionmäßig zu begleiten. Das Ganze klang dann eher so, als würde eine ganze Formation auf der Bühne zusammen spielen. Dem ist aber nicht so, wenn Alder auftritt. Nur sein Instrument, und ab und an seine Stimme, sorgten für offene Münder in den Zuhörerreihen. „Ich habe eine ganze Band“, erklärte er auf Englisch, mit einem Augenzwinkern in Richtung seiner Gitarre. Seine Multitasking-Qualitäten brachten ihm 2007 sogar den Weltmeistertitel „International Fingerstyle Champion“ ein.

Persönliche Kontakte zu einem Mitglied des Kultur- und Heimatvereins Deilinghofen machten das Gastspiel des Musikvirtuosen in der Felsenmeerstadt möglich. Stellvertretend für den Verein freute sich Ortwin Quaschnik während der Begrüßung: „Das ist eine ganz besondere Veranstaltung für uns.“ Auch Don Alder selbst war der Spaß deutlich anzusehen. Der unkomplizierte Typ von nebenan sang, zupfte, klimperte, klackte und schnipste zahlreiche seiner selbst komponierten Stücke. Zu den meisten Liedern hatte er Anekdoten parat. Das Publikum erfuhr so unter anderem, dass sein Song „The Wall“ während eines Filmprojekts in Asien an der Chinesischen Mauer entstand. „Leider durfte ich aber nicht mit der Gitarre auf die Mauer“, erklärte der Musiker schmunzelnd. Die Deilinghofer erfuhren außerdem aus erster Hand, wie der Künstler zu seinem besonderen Gitarrenspiel kam. Seine Mutter hätte ihm gesagt, er solle sich ein Musikinstrument aussuchen, um es spielen zu lernen. Der lautstarken Forderung ihres Juniors nach „Drums“ erteilte die Mutter aber eine entschiedene Absage. Stattdessen solle ihr Kleiner doch lieber eine nicht ganz so penetrant klingende Gitarre bekommen. Der junge Alder machte aus seinem neuen Instrument aber mehr und begann nicht nur auf den Saiten zu spielen. So imitierte er nach einiger Zeit mit der Gitarre ein ganzes Schlagzeug, inklusive Bass und Snare. Wer sich selbst ein Bild von Don Alder und seinem Fingerstyle machen möchte, hat im kommenden Jahr in der Nähe dazu die Möglichkeit. Mitte April spielt er gemeinsam mit dem Mundharmonikaspieler Chris Kramer (erst kürzlich in der Ebbergkirche zu Gast) in Schwerte und Krefeld.

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