Explosionen

Kein politisch motivierter Hintergrund

Die Explosion von Sprengstoff führte in Westig zu einem Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr.

Die Explosion von Sprengstoff führte in Westig zu einem Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr.

Foto: Ralf Engel

Hemer/Düsseldorf.   Innenminister Reul hat den Innenausschuss über den Sprengstoff-Fund in Westig informiert. Ein politischer Hintergrund wird ausgeschlossen.

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Der Westiger Sprengstoff-Fund hat jetzt auch den Innenausschuss des Landtages beschäftigt. Nach dem Fund explosiver Chemikalien in einer Gartenhütte haben die Ermittler keine Anhaltspunkte für einen politisch motivierten Hintergrund. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) für den Innenausschuss hervor. Ein festgenommener 44-Jähriger sei nach seiner Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt worden, weil das Amtsgericht Iserlohn den Erlass eines Haftbefehls abgelehnt habe.

Polizei und Feuerwehr waren am 21. Mai zu der Gartenhütte gerufen worden, weil Anwohner Explosionen gehört und Rauch gesehen hatten. In der Hütte fanden die Einsatzkräfte die Kisten mit dem selbst gemischten Sprengstoff. Kurz darauf entdeckten Ermittler in der Wohnung des 44-Jährigen weitere Chemikalien. Der Mann meldete sich später selbst bei der Polizei.

Sprengstoffe ausNeugier gebastelt

Dort habe er ausgesagt, dass er kein Terrorist sei und niemandem schaden wolle, heißt es in der Antwort des Innnenministers auf eine Anfrage der SPD-Fraktion. Aus Neugier und weil er gut in Chemie gewesen sei, interessiere er sich für das Basteln von Sprengstoffen, zitiert Reul aus einem Bericht der Leitenden Oberstaatsanwältin in Hagen. Die Untersuchung der Chemikalien sowie sichergestellter Speichermedien dauere an.

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