Kultur

Kein Scheunenadvent in diesem Jahr

Kuschelig war es am Scheunenadvent des vergangenen Jahres. Aufgrund der Krise muss die Veranstaltung ausfallen.

Kuschelig war es am Scheunenadvent des vergangenen Jahres. Aufgrund der Krise muss die Veranstaltung ausfallen.

Foto: Annabell Jatzke

Das große Fest in der Becke findet nicht statt, der St.-Martins-Umzug von Kindergarten und Schule wahrscheinlich auch nicht.

Becke. Wie geht es weiter? Mit dieser Frage hat sich die Vereinsgemeinschaft Becke in der Sitzung am Dienstagabend beschäftigt. Klar ist, dass die großen Feste ausfallen werden. Vor allem der immer gut besuchte Scheunenadvent fällt der Corona-Pandemie zum Opfer, ebenso mit großer Wahrscheinlichkeit der St-Martins-Umzug in der Becke. Vollkommen der Inaktivität wollen sich die Beckeraner aber nicht aussetzen: Der Volkstrauertag oder auch der draußen stattfindende Hubertustag des Hegerings sollen weiterhin stattfinden.

„In der kleinen Scheune wird es keine Möglichkeiten zum Abstand geben“, erklärt Heinz-Jörg Hücking, Vorsitzender des MGV Oese und Sprecher der Vereinsgemeinschaft, die Absage des Scheunenadvents. Ein Schritt, der für die Mitglieder der Vereinsgemeinschaft nur schwer zu ertragen ist. „Da geht viel an Gemeinschaftsgefühl verloren. Da wird man auseinandergerissen“, kommentiert es Hücking.

Was ebenfalls verloren gehen wird, sind die Erlöse der Veranstaltung, die jedes Jahr einem guten Zweck zugeführt werden. Auch der vergangene 16. Scheunenadvent hat eine erstaunliche Summe erwirtschaftet. Jeweils 900 Euro, insgesamt also 1800 Euro, sollten schon im Frühjahr an den Evangelischen Kindergarten Becke und den Förderverein der Oesetalschule gehen. „Dafür haben wir schwer geschuftet“, sagt Diana Naujocks, Mitglied in verschiedenen Beckeraner Fördervereinen.

Üblicherweise sollte das Spendengeld in einem festlichen Rahmen beim Frühlingssingen überreicht werden. Aber auch dieses Ereignis konnte aufgrund der Corona-Krise nicht stattfinden.

2800 Euro kommen für die Beckeraner Kinder zusammen

So haben Vertreter des Kindergartens und des Fördervereins am Dienstagabend die Summe in Empfang genommen. Dazu kam noch das aufgeteilte Preisgeld für den dritten Platz des Ende 2019 verliehenen Heimatpreises. 1000 Euro kommen ebenso zur Hälfte dem Förderverein der Grundschule und dem Kindergarten zugute. So haben beide Vereine jeweils 1400 Euro nach Hause geholt. Kein Grund zur Freude ist, dass der von Kindergarten und Grundschule organisierte St.-Martins-Umzug wahrscheinlich nicht stattfinden wird. Zwar sei man im Gespräch mit der Stadt, ob es womöglich im Sauerlandpark eine Möglichkeit gebe. „Das ist aber eher unwahrscheinlich, da wir nicht die personellen Kapazitäten dafür haben“, erklärt Heinz-Jörg Hücking.

Auf den am 15. November stattfindenden Volkstrauertag will die Vereinsgemeinschaft jedoch nicht verzichten. Für das zentrale Gedenken mit Kranzniederlegung müssen aber noch Gespräche mit der Stadt geführt werden, damit auch die Hygienebestimmungen eingehalten werden.

Auch für die Jäger gibt es eine gute Nachricht: Der Hubertustag des Hegerings soll trotz Corona stattfinden. „Der findet draußen statt und es gibt genügend Raum für Abstand“, erklärt Heinz-Jörg Hücking. Aber auch in diesem Fall bedarf es einer Absprache mit der Stadt.

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