Klinik

Kompetenz in der Behandlung der Wirbelsäule

Sie freuen sich über das Zertifikat für die Wirbelsäulenchirurgie: (v.li.) Regionaldirektor Carsten Oberpenning, Andrea Münx vom Qualitätsmanagement, Leitender Oberarzt Dr. Murad Rahman, Chefarzt Dr. Arnd Peter Schmidt, Dr. Roman Vataman und Verwaltungsdirektor Henning Eichhorst.

Foto: Ralf Engel

Sie freuen sich über das Zertifikat für die Wirbelsäulenchirurgie: (v.li.) Regionaldirektor Carsten Oberpenning, Andrea Münx vom Qualitätsmanagement, Leitender Oberarzt Dr. Murad Rahman, Chefarzt Dr. Arnd Peter Schmidt, Dr. Roman Vataman und Verwaltungsdirektor Henning Eichhorst. Foto: Ralf Engel

Hemer.   Die Paracelsus-Klinik freut sich als erstes Krankenhaus aus in der Region über erfolgreiche Zertifizierung der Wirbelsäulenchirurgie.

Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten, kostenintensivsten und medizinisch langwierigsten Gesundheitsproblemen in Deutschland. Spezialisierung, Kompetenz und Erfahrung im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie können Kliniken jetzt durch eine neue Zertifizierung nachweisen. Als erstes Krankenhaus in der Region ist die Paracelsus-Klinik eine solche zertifizierte Wirbelsäuleneinrichtung.

Neues Zertifikatssystemnach einer Pilotphase

Seit Januar 2017 besteht die Möglichkeit der Zertifizierung von Wirbelsäulenzentren für deutsche Kliniken und medizinische Einrichtungen durch die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft (DWG). Dazu hat die Kommission für Qualitätssicherung der DWG von 2013 bis 2016 ein Konzept zur Zertifizierung von „Wirbelsäulenzentrum der DWG“ und „Wirbelsäuleneinrichtung der DWG“ (Level III für kleinere Kliniken) erarbeitet. Im Jahr 2016 ist dieses spezielle Zertifikatssystem von zehn Kliniken in einer Pilotphase erfolgreich überprüft worden. Die DWG verfolgt das Ziel einer sinnvollen Standardisierung von Vorgaben und Voraussetzungen in Einrichtungen, die sich auf Wirbelsäulenoperationen spezialisiert haben. Damit soll die Qualität in der Behandlung gesteigert werden. Bisher existieren für die neurochirurgischen, orthopädischen und unfallchirurgischen Kliniken keine spezifischen Vorgaben für die Struktur- und Prozessqualität.

Der Verwaltungsdirektor der Hemeraner Paracelsus-Klinik, Henning Eichhorst, freut sich über die Anerkennung: „Die Behandlungsqualität der Klinik wurde geprüft und für gut befunden. Unsere Patienten können damit einer qualitativ hochwertigen Versorgung vertrauen. Das macht uns besonders stolz.“ Die Wirbelsäulenchirurgie sei ein wichtiges und großes Fachgebiet.

Die Paracelsus-Klinik versorgt im Jahr über 500 stationäre Patienten mit Rückenbeschwerden. Dabei werden alle Wege der Therapie beschritten, von der reinen Schmerztherapie bis zum großen operativen Verfahren. Der Schwerpunkt der externen Prüfung lag bei den degenerativen – also verschleißbedingten – Erkrankungen der Wirbelsäule. Hier muss eine bestimmte Anzahl von Behandlungen mit einem entsprechenden Schweregrad erreicht werden. „Ich bin besonders stolz, dass der Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie Dr. Arnd Peter Schmidt mit seinem engagierten Team das Ziel erreicht hat“, so der Paracelsus-Regionaldirektor Carsten Oberpenning.

Konservative und chirurgische Maßnahmen

„Wir können auch als kleines Haus zeigen, dass wir qualitativ nachweisbare Arbeit darstellen können. Insbesondere der umfassende Behandlungsansatz aus orthopädisch-konservativen Verfahren mit chirurgischen Maßnahmen ist ein wichtiges Leistungsmerkmal“, sagt Chefarzt Dr. Schmidt. Das Zertifikat werde alle zwei Jahre überprüft, um sicherzustellen, dass der hohe Standard gehalten werde. Erfahrungen mit dem Qualitätsnachweis hat die Hemeraner Klinik bereits durch die Zertifizierung als Endoprothetik-Zentrum sammeln können.

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