Ausbildungsbörse

Kreativ sein, um die Jugend abzuholen

Gemeinschaftlich freut man sich auf die Ausbildungsbörse „Karriere im MK“.

Gemeinschaftlich freut man sich auf die Ausbildungsbörse „Karriere im MK“.

Foto: Carmen Ahlers

Hemer.  Es geht in die heiße Phase: Am 24. September findet wieder „Karriere im MK“ statt.

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Nach dem Schulabschluss will der Schritt in den nächsten Lebensabschnitt gut geplant sein. Wird es eine Ausbildung, wenn ja, in welchem Bereich, oder geht es doch ins Studium? Oder soll sogar beides mit wesentlich mehr Zeitaufwand, aber dafür mit großen Vorteilen umgesetzt werden? Bei der Ausbildungs- und Studienbörse „Karriere im MK“ haben die Schülerinnen und Schüler der weiterbildenden Schulen in Hemer, Iserlohn, Menden und Balve am Dienstag, 24. September, die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren. 128 Aussteller aus dem ganzen Märkischen Kreis machen das möglich.

3000 Ausbildungsstellen wollen besetzt werden

Eines ist schon im Vorfeld klar: Im Märkischen Kreis gibt es 3000 Ausbildungsstellen, denen 2900 potenzielle Bewerber gegenüberstehen. Es können aber dennoch nicht alle besetzt werden, weil es verschiedene Komponenten gibt, die ein Zusammenkommen von Betrieben und Bewerbern verhindern. Unter anderem sind es die Interessenslagen der Bewerber, andererseits ist es den jungen Leuten oft nicht möglich, den Weg zur Ausbildungsstelle auf Grund nicht vorhandener Infrastruktur zu meistern.

In den nächsten drei Wochen geben die Organisatoren Vollgas: Unter anderem stehen 37 Vorbereitungstreffen in den weiterführenden Schulen der vier Städte auf dem Programm, dazu gehören zudem zwei Elternabende am 10. September um 19 Uhr im Jugend- und Kulturzentrum und am 12. September um 19 Uhr im Hönne-Berufskolleg in Menden. Wie wichtig es ist, gut informiert in die Ausbildungs- und Studienbörse zu gehen, macht Friedhelm Kock von der Agentur für Arbeit deutlich: „Diese Veranstaltung ist viel zu wertvoll, um da unorientiert herumzulaufen!“ Allerdings scheint man das in den Schulen mittlerweile ein wenig lockerer zu sehen.

Für den Besuch von „Karriere im MK“ wurden 3960 Jugendliche angemeldet, für die Vorbereitungstreffen gerade mal 1940. „Das ist sehr schade“, sagt Georg Christophery, Übergangsmanager Schule-Beruf bei der Stadt Iserlohn. Bei der Vorbereitung gehe es unter anderem darum, die Schüler zu motivieren und ihnen einen Weg aufzuzeigen, wie sie für sich Zukunft gestalten können. „Sie sollen sich auf das Thema einschwören und sich Gedanken machen, wie sie bei der Börse vorgehen, um erfolgreich zu sein“, so Christophery. Auf Augenhöhe können sie mit Auszubildenden aus Betrieben aus dem Kreis sprechen, sich austauschen und vor allem Ratschläge holen.

Auch die Aussteller müssen sich gut vorbereiten

Aber auch die 128 Aussteller müssen sich gut vorbereiten, denn es sollte laut Thomas Haude (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Iserlohn) nicht darum gehen, kleine „Give-aways“ auszulegen oder die fünfte Popcornmaschine zu haben, sondern darum, die Ausbildungsberufe gut darzustellen. Jens Rodermund von der Kreishandwerkerschaft MK, sagt, dass die Betriebe heutzutage für die jungen Leute attraktiver werden müssten. „Wir müssen zeigen, dass das Handwerk heutzutage auch modern ist“, meint er und machte unter anderem Geschmack auf einen virtuellen Schweißtrainer.

Der Meinung, dass Unternehmer künftig kreativer werden müssen, um die Jugend abzuholen, ist auch Christoph Neumann (ESO Education Group). „Die Erwartungshaltungen von Unternehmern und Bewerbern gehen heute stark auseinander“, weiß Neumann. Da seien neue Ideen gefragt.

Die Ausbildungs- und Studienbörse findet in der Zeit von 11 bis 18 Uhr statt, so dass die Jugendlichen zunächst alleine oder im Klassenverband ins Grohe-Forum gehen. Am Nachmittag kommen viele Schüler nochmal mit ihren Eltern wieder, um sich erneut zu informieren. Die Entscheidung, welchen Weg die jungen Leute nach dem Schulabschluss gehen, muss nicht immer konkret vorgezeichnet sein. Die Möglichkeiten für eine Ausbildung im Märkischen Kreis, in dem 150 Weltmarktführer ihren Firmensitz haben, sind umfassender denn je.

Hoffnung auf einen Azubi mit Zukunft im Märkischen Kreis

Am Ende hoffen beide Seiten auf Erfolg: Die Jugend auf einen attraktiven Ausbildungsplatz, und die Firmen auf einen Azubi, der hoffentlich seine Zukunft mit einem sicheren Arbeitsplatz im MK sieht.

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