Sauerlandkrimi

Kriminalkommissar ermittelt in Hemer

Nadine Wulf aus Menden hat über 20 Jahre in Hemer gelebt und jetzt ihren zweiten Sauerlandkrimi veröffentlicht. Der Leser findet viele Schauplätze in Hemer, unter anderem das Felsenmeer.

Nadine Wulf aus Menden hat über 20 Jahre in Hemer gelebt und jetzt ihren zweiten Sauerlandkrimi veröffentlicht. Der Leser findet viele Schauplätze in Hemer, unter anderem das Felsenmeer.

Foto: Carmen Ahlers

Hemer.  Die Autorin Nadine Wulf hat ihren zweiten Sauerlandkrimi „Schrecken der Vergangenheit“ veröffentlicht.

Auf die Frage ihres Ehemannes, was sie denn so lange im Büro mache, lautet die Antwort: „Ich schreibe ein Buch!“ Nadine Wulf ist 42 Jahre alt und hatte 2016 bereits ihren ersten Sauerlandkrimi mit dem Titel „Spur der Vergangenheit“ veröffentlicht. Das neue Buch heißt „Schrecken der Vergangenheit“ und wieder ermittelt Kriminalhauptkommissar Karsten Behrend.

„Die Ideen hatte ich schon lange im Kopf und irgendwann habe ich mich einfach hingesetzt, um zu schreiben“, sagt die Mendener Autorin, die über 20 Jahre lang in Hemer gelebt und noch so einen starken Bezug zu ihrer Geburtsstadt hat, dass es in ihren beiden Büchern viele Schauplätze in Hemer gibt.

Früher für die eigene Schublade geschrieben

Sie habe früher immer mal geschrieben, aber immer für sich selbst oder für die Schublade. „Jetzt möchte ich auch andere mit meinen Krimis unterhalten“, sagt Nadine Wulf, „das war damals wie ein Fingerschnipp, und es ging los“.

Für ihr neues über 300 Seiten starkes Buch habe sie keinen Lageplan entwickelt, berichtet sie, die Geschichte entwickle sich teilweise erst beim Schreiben. „Wenn ich mich hinsetze und schreibe, lese ich immer erst die vorangegangenen Passagen. da kann es durchaus sein, dass ich das komplett lösche und neu mache“, sagt die Autorin, die zum Schreiben viel Ruhe braucht und am liebsten das ganze Haus leer weiß.

Die Leser begeben sich mit ihr auf eine spannende Reise und landen immer wieder in Hemer. Schauplätze sind zum Beispiel das Felsenmeer, das Dammstadion, ein heimisches Altenheim oder auch die Riemker Klärteiche. „Der Heimatbezug ist mir sehr wichtig“, so die Autorin, die im Alltag immer gerne nach Hemer kommt. Besonders der Sauerlandpark hat es ihr angetan. Zusammen mit ihrem Mann ist sie oft mit dem Mountainbike unterwegs, und wenn sie mit den Gedanken bei sich ist, kommen viele neue Buchgedanken. „Eigentlich wollte ich nach Teil 2 aufhören, aber ich habe noch so viele Ideen, da muss nun noch einer folgen“, sagt sie und lacht. Für die gelernte Tierarzthelferin, die aber mittlerweile in der Produktion eines Mendener Unternehmens arbeitet, ist das Schreiben ein perfekter Ausgleich zum Alltag. „Ich versetze mich da einfach in andere Welten!“

Diese andere Welt ist spannend, denn die Hauptfigur – der Tierarzt Dr. Nikolas Berger – hat sich nach einem Mordanschlag wieder zurück ins Leben gekämpft, aber die scheinbar heile Welt hat ein jähes Ende, als seine neue Lebensgefährtin verschwindet. Hemer ist der Hauptschauplatz, und beim Lesen hat der Leser schnell das Gefühl, dass er mittendrin ist – denn er kennt sich aus und weiß, wo sich zum Beispiel die Landhauser Straße oder die Christkönig-Kirche befinden

Nadine Wulf hofft auf Lesungen in Hemer

Die beiden Sauerlandkrimis von Nadine Wulf sind im Selbstverlag erschienen, können aber auch als E-Book heruntergeladen werden. Wer es als Taschenbuch haben möchte, kann es per Email bei der Autorin (n-wulf@gmx.net) bestellen. Zudem gibt es das Buch in der Buchhandlung Daub in Menden oder auf dem Wochenmarkt bei Käsespezialitäten Wulf in Iserlohn und Menden.

Im September finden in Menden drei Lesungen mit Nadine Wulf statt. Sie würde auch in Hemer sehr gerne ihre Bücher bei einer Lesung vorstellen, weil die Handlung zu großen Teilen in ihrer Heimatstadt spielt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben