Neue Straße nach Deilinghofen

Lärmschutzwand soll Häuser an neuer Deilinghofer Straße schützen

Foto: IKZ

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Hemer. 3,4 Millionen Euro kostet die neue Deilinghofer Straße durch die Kaserne. Die Bauarbeiten bringen ab Januar eine Vollsperrung des Ennertsweges mit sich. Die Stadt informierte rund 200 Anlieger und Bürger über den Straßenbau.

Die neue Verbindung zwischen der Hemeraner Innenstadt und Deilinghofen ist über die Ostenschlahstraße zu erreichen. Hinter dem Eingang zur Landesgartenschau wird eine Rechtskurve folgen. Die Autofahrer passieren die Jübergstraße und werden über eine Linkskurve auf den heutigen Ennertsweg geleitet. Viele Anwohner hätten sich gewünscht, dass die Trasse weiter von der Wohnbebauung entfernt und damit genau im Zentrum für Sicherheits- und Katastrophenschutz (ZSK) liegt. Dessen Eigentümer Martin Zacher stellte allerdings klar: „Hätte man eine Hauptverkehrsstraße durch das ZSK gebaut, hätten wir uns eine andere Kaserne in NRW gesucht.” Dann wären der Felsenmeerstadt 500 Arbeitsplätze entgangen. Stattdessen, so informierte Volker Block von der Ingenieurberatung Rademacher + Partner, wird es nun Lärmschutzwände geben. Am unteren Ende der Deilinghofer Straße, nahe dem Gartenschau-Eingang, wird die Trasse auf beiden Seiten durch einen Geh- und Radweg begrenzt. Außerdem sind Parkboxen abseits der Fahrbahn geplant. Die Anbindung an die Jübergstraße erfolgt nur provisorisch, um das ZSK versorgen zu können. Nach der LGS wird die Einmündung vollständig verschwinden, dann ist der Weg über die Ostenschlahstraße befahrbar. Zwischen dem Ortsausgang Hemer und dem ehemaligen Bundeswehr-Sportplatz wird es an einer, teilweise an beiden Seiten Grünstreifen geben. Auf der südlichen Seite werden außerdem ein Geh- und ein Radweg angelegt. Am Sportplatz selbst wird es ebenfalls einen Gehweg geben. Hinter der Einfahrt des ehemaligen Truppenübungsplatzes endet die Ausbaustrecke und die Trasse des heutigen Ennertswegs wird übernommen. An beiden Seiten des Sportplatzes, der zu einem reinen Leichtathletik-Stadion umgebaut wird, sind Überquerungshilfen in Form von Verkehrsinseln geplant. Lkw-Verkehr wird auf der gesamten Strecke nur für Anlieger freigegeben. Wegen des teilweisen hohen Gefälles wird die Deilinghofer Straße nur mit 50 km/h befahren werden dürfen. Der Zeitplan für den Bau der Deilinghofer Straße steht. Im Januar starten die Bauarbeiten an beiden Enden der Ausbaustrecke, weshalb der Ennertsweg schon zu diesem Zeitpunkt geschlossen wird. Die Fragen der Anwohner richteten sich deswegen zuerst auf die Umleitungsmöglichkeiten. Alle Fahrzeuge, die aus Hemer ins Hönnetal oder andersrum fahren, werden über die Amtskreuzung geleitet. Linksabbieger aus Niederhemer in Richtung Sundwig können sich deshalb demnächst über eine längere Grünphase freuen. „Wir bauen das Haus um, in dem wir leben”, ist sich Esken auch der bevorstehenden Schwierigkeiten bewusst. Im Sommer 2009 sollen die Bauarbeiten an der Deilinghofer Straße abgeschlossen sein, die Durchfahrt wird aber erst nach Ende der Landesgartenschau im Oktober 2010 möglich sein. Viele Fragen der Bürger thematisierten die Holperstrecke auf dem Meisenweg. „Wir können nicht alles auf einmal machen”, so Esken auf entsprechende Anfragen. Beim Meisenweg sei es nicht mit Asphaltierungsarbeiten getan, erklärte der Bürgermeister: „Da müssen wir auch an den Kanal.” So teure Tiefbauarbeiten werden auf die Zeit nach 2010 verschoben. Außerdem werde der Meisenweg durch die neue Straße zwischen Hemer und Deilinghofen entlastet, da die Deilinghofer Straße die Funktion als Durchfahrtsstraße übernimmt. Emil Nensel kämpft seit Jahrzehnten für eine Umgehung um „Hemer-Mitte-Ost”. „Die Trasse ist zwar nicht perfekt”, so Nensel am Montag, „aber trotzdem ein großer Fortschritt für die Anwohner des Ennertswegs, die schon seit 20 Jahren leiden müssen.”

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