Letzter Gottesdienst schon am 17. Juni

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Hemer. (as) Am 17. Juni wird der letzte Gottesdienst in der Thomaskirche gefeiert - der Verkauf des evangelischen Gotteshauses ging zügiger als allgemein vermutet. Die Gemeinde wurde erst nach der Vertragsunterzeichnung informiert. Der Unmut bei der Gem

In der letzten Woche wurde der Kaufvertrag mit der Baptistengemeinde unterzeichnet. Der Entwidmungsgottesdienst am 17. Juni , bei dem die "liturgischen Geräte" aus der Kirche getragen werden, wird seinen Abschluss in der Christuskirche finden.

Der Entschluss, sich von einer Kirche im Bezirk Süd zu trennen, wurde im vergangenen November gefasst. Rückläufige Finanz- und Gemeindemitglieder-Entwicklung veranlassten das Gesamtpresbyterium zu diesem Entschluss, der schweren Herzens erfolgte. Bis spätestens 2009 sollte die Thomaskirche veräußert werden.

Die schnelle Entwicklung und das Kaufangebot, das die weitere Nutzung in würdiger Weise gewährleiste, hätten eine schnelle Entscheidung, gefordert hieß es am Montag. Der Markt für einen Kirchenverkauf sei schließlich nicht groß, und zudem sollte das Gebäude ja weiterhin sachgemäß genutzt werden.

Auch wenn der Eigentumswechsel sich schon zum 1. Juli anbahnt, wurde für die Gemeindegruppen eine Übergangslösung vereinbart. So dürfen die kirchlichen Gruppen die Räumlichkeiten noch bis zum 30. Juni 2008 nutzen. Der Verbleib anderer Gruppierungen, die das kirchliche Gebäude bislang für ihre Treffen nutzten, wie beispielsweise der GC Harmonie Westig, konnte nicht gesichert werden, so dass sich die Mitglieder ein neues Zuhause suchen müssen.

Mittelpunkt des Gemeindebezirks Süd wird dann nach der Übergabe der Westiger Thomaskirche an die Baptisten die Sundwiger Christuskirche sein. Dort feiern Pfarrer Mathias Hövelmann und Pfarrer Frank Boes dann mit den Gemeindemitgliedern den Gottesdienst. Zudem wird in der Christuskirche wahrscheinlich ein Gruppenraum eingerichtet, in dem fortan Treffen und Veranstaltungen stattfinden sollen. Für vieles wird eine Lösung gesucht, damit die große Gemeinde schnell zusammenwächst.

Aus dem bisherigen Sakralraum in der Thomaskirche müssen der Altar, die Kanzel und der Taufstein schnellmöglich entfernt werden, da diese nicht mit dem Glauben der Baptisten harmonieren. Die Orgel und die Glocken können vorerst ein Jahr lang in der Thomaskirche bleiben, bis eine geeignete Verwendung feststeht.

Der Bezirksausschuss, der sich mit der prekären Situation auseinandersetzt, hofft, dass schwierige Zeiten ungeahnte Kräfte freisetzen können. Von der zum Großteil aufgebrachten Gemeinde wünschen sich die Verantwortlichen, dass ihnen Vertrauen entgegengebracht wird.

Nachdem die 50 Anwesenden durch Pfarrer Bernd Bartelheimer und Pastor Peter Stuberg, der Superintendent Henz vertrat, über die Umstrukturierungen im Gemeindebezirk Süd informiert wurden, folgte eine Aussprache im Plenum.

Verwundert waren einige, dass alles so plötzlich passierte. In Frage gestellt wurde ebenfalls, ob man nicht eine gemeinschaftliche Nutzung des Sakralraums mit den Baptisten hätte vereinbaren können. Gerade für die älteren Gemeindemitglieder gestaltet sich der Umstrukturierungsprozess nicht einfach. Zukünftig müssen sie lange Wege nach Sundwig auf sich nehmen.

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