Baumschnitt

Linden in der City bekommen eine neue Optik

Die Mitarbeiter des SIH schneiden die Linden an der Hauptstraße. 

Die Mitarbeiter des SIH schneiden die Linden an der Hauptstraße. 

Foto: Carmen Ahlers

Hemer.  In der Hemeraner Innenstadt werden nach dreijähriger Pause wieder die Linden geschnitten. Die Bäume sollen zu Formgehölzen werden.

Vor drei Jahren hat es in der Hemeraner Innenstadt einen großen Aufschrei gegeben, als rund 40 Linden radikal gestutzt wurden. Viele Bürger waren regelrecht erbost, denn damals blieb nicht viel übrig, was an eine schöne Begrünung unter anderem im Bereich der Fußgängerzone erinnerte. Jetzt müssen die Linden wieder geschnitten werden, und dies erledigten die Mitarbeiter des Stadtbetriebs Iserlohn-Hemer (SIH) nicht einfach so, sondern begründeten ihr Handeln, so dass die Bürger verstehen können, warum der Baumschnitt recht radikal erfolgen muss.

Linden stehen zunah an den Häusern

Im oberen Bereich der Fußgängerzone begannen am Mittwoch die Arbeiten, beobachtet von vielen Menschen, die direkt die eine oder andere Frage hatten. Eckehard Schröder, Gartenbautechniker und beim SIH zuständig für die Grünflächenpflege in Hemer und Iserlohn, nahm es gelassen und sorgte für Aufklärung. Fakt sei es, dass man damals die falschen Bäume für die Fußgängerzone ausgesucht habe. „Die Linden sind viel zu nah an die Häuser gebaut worden und haben einfach keinen Platz“, erklärt der Experte. Normalerweise würden diese Bäume rund 25 Meter hoch wachsen und auch 15 bis 20 Meter in die Breite wachsen. In der Fußgängerzone sei das einfach nicht möglich.

Der radikale Baumschnitt sei erfolgt, weil sich unter anderem auch die Anwohner beschwert haben, dass die Bäume zu nah an die Hauswände wachsen und zu viel Schatten erzeugen. Jetzt soll sich etwas ändern, die Linden werden zu Formgewächsen – durch den richtigen Schnitt. „Das macht man in Großstädten seit vielen Jahren, weil es einfach oft nicht anders geht, Bäume in der Innenstadt zu haben“, so Eckehard Schröder. Die Bäume in Hemer werden nun so geschnitten, dass sich „Zapfen“ bilden, wo dann neue Zweige herauswachsen. So wird verhindert, dass die Äste in alle Richtungen weiterwachsen und man dem aktuellen Problem nicht Herr wird.

Das sieht gut aus, wie Bilder aus anderen Städten belegen. „Hier haben wir eine Lösung gefunden, dass so der ökologische Sinn eines Baumes behalten wird und es Grün in der Innenstadt gibt. Die Luft wird durch die Bäume befeuchtet und es kommen auch Tiere hierher“, sagt der Mitarbeiter des Stadtbetriebes. . Nach sechs Jahren ist das Ergebnis zu sehen, also in der Fußgängerzone in drei Jahren, da der erste Schnitt schon vor drei Jahren erfolgte.

Arbeiten dauern bisEnde nächster Woche an

Engagiert machte sich das Team des SIH mit Hubwagen und Kettensägen an die Arbeit. Bis spätestens Ende der nächsten Woche soll der Baumschnitt beendet sein. Die letzten Bäume werden in Höhe der Christ-König-Kirche geschnitten. So gibt es ein einheitliches Bild in der City.

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