Ebbergkirche

Marodes Dach, Fenster undicht, Kanal zu klein

Die Ebbergkirche muss saniert werden. Bundestagsabgeordneter Paul Ziemiak, CDU-Chef Martin Gropengießer und Kirchmeister Jörg Schulz zeigen die Schäden unterm Dach.

Die Ebbergkirche muss saniert werden. Bundestagsabgeordneter Paul Ziemiak, CDU-Chef Martin Gropengießer und Kirchmeister Jörg Schulz zeigen die Schäden unterm Dach.

Foto: Carmen Ahlers

Hemer.  Die Sanierung der Ebbergkirche kostet mindestens 1,3 Millionen Euro.

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Über mehrere schmale Leitern geht es bis ganz nach oben in den Turm der Ebbergkirche, vorbei am Glockenturm bis in den Dachstuhl des Turmhelms. Der erste Blick geht zu den Fenstern. Der Blick über die Stadt ist großartig. Die herrliche Aussicht ist aber nicht Grund, um den Turm zu besteigen. Vielmehr will Kirchmeister Jörg Schulz zeigen, dass die älteste evangelische Kirche in der Stadt dringend sanierungsbedürftig ist. Im Jahr 2010 fand bereits eine aufwändige Sanierung im Inneren des Gotteshauses statt, jetzt muss es an die Bausubstanz gehen. „Seit 2015 beschäftigen wir uns jetzt damit, und es muss jetzt dringend losgehen“, sagt Jörg Schulz, der am Donnerstag den Bundestagsabgeordneten Paul Ziemak und den Hemeraner CDU-Chef Martin Gropengießer durch die Kirche führte.

Die Kirchengemeinde hofft auf Zuschüsse aus dem Förderprogramm „Denkmalschutz und Baukultur“, und Paul Ziemiak will sich in Berlin für die Sanierung der seit 1982 unter Denkmalschutz stehenden Ebbergkirche einsetzen. Parallel wird noch nach anderen potenziellen Fördertöpfen gesucht, denn die Summe, die die evangelische Kirchengemeinde aufbringen muss, liegt aktuell bei rund 1,3 Millionen Euro.

Mit dem Baubeginn muss noch gewartet werden

Durch ihre Lage auf einem der höchsten Punkte in Niederhemer prägt die Ebbergkirche das Stadtbild in diesem Bereich. „Dieses Gebäude muss erhalten und in seiner Substanz langfristig gesichert werden“, so Martin Gropengießer, und Paul Ziemiak verspricht: „Ich werbe in Berlin für diese bedeutende Kirche!“

Die Untere Denkmalbehörde hat im November des vergangenen Jahres die Erlaubnis für die Sanierung gegeben, und es ist höchste Zeit, dass Bewegung in den Prozess kommt. Jetzt sofort zu beginnen, sei nicht möglich, weil sonst keine Fördergelder fließen könnten, sagt Jörg Schulz, dem es unter den Nägeln brennt, loszulegen. Aktuell bestehe für die Kirchbesucher keine Gefahr, berichtet er und fügt hinzu, dass Gottesdienste und Veranstaltungen weiterlaufen könnten. Die Kirche sei dann halt eingerüstet und optisch vorübergehend halt nicht so ansprechend.

Es gibt große und kleinere Baustellen im Bereich der Kirche. Eine der größten Baustellen ist das Dach, und diese Maßnahme verschlingt mit über 500.000 Euro auch den größten Teil des Geldes. Das Dach ist abgängig und die Verschieferung kaputt. Die darunter liegende Holzschalung ist teilweise verfault und muss komplett ersetzt werden. Provisorische Abdichtungen bringen keinen Erfolg mehr. Im Dachstuhl gibt es Fäulnis und Nässe.

Erweiterung des Kanals ebenfalls notwendig

Beschädigungen sind zudem unter anderem an der Bruchsteinfassade und am großen Kirchfenster im Altarbereich festgestellt worden. Auch hier dringt Wasser in die Kirche. „Auch der Kanal muss teilweise erweitert werden“, berichtet der Kirchmeister. Die Finanzierung ist das größte Problem, denn mit 30.000 Euro, die die Gemeinde im Jahr von der Landeskirche bekommt, kommt man nicht weit. Die Sanierung der Ebbergkirche ist so zwingend, dass jeder mögliche Cent dafür zurückgelegt wird. „Auch bei einer Förderung werden wir zusätzliche Mittel aufnehmen müssen“, beschreibt Jörg Schulz. die finanzielle Lage.

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