Diner en blanc

Massenpicknick mit Leckereien

Das Diner en blanc musste wegen der schlechten Wetteraussichten in das Alte Casino verlegt werden

Das Diner en blanc musste wegen der schlechten Wetteraussichten in das Alte Casino verlegt werden

Foto: Ralf Engel / Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung

Hemer.  Der Sauerlandpark zauberte für das „Diner en blanc“ ein schickes Ambiente ins Alte Casino.

Eine laue Sommernacht und die schöne Atmosphäre im Park der Sinne – bei der Premiere des „Diner en blanc“ vor einem Jahr stimmte alles, doch was sollte nun bei kühlen Temperaturen und Regenschauern werden? 240 Gäste des lange ausverkauften Abends ganz in weiß hatten sich seit Monaten auf die Zweitauflage der Freiluftveranstaltung gefreut, doch die Enttäuschung über das Wetter hielt sich am Samstag in Anbetracht des schicken Ambientes im Alten Casino in Grenzen. Der Sauerlandpark hatte aus der Not eine Tugend gemacht und mit großem Aufwand und ganz viel Weiß für eine passende Atmosphäre gesorgt.

Zauberhaftes Stelzentheaterund geselliger Plausch

Weiße Tücher an der Decke, lange weiße Tafeln mit Kandelabern und weißen Leuchten, dazu die passende Beleuchtung: So wurden die Gäste empfangen, die natürlich ganz stilecht in weißen Kleidern, Hemden und Hosen, ja teilweise sogar mit weißen Hüten, kamen.

Die Idee des weißen Diner stammt aus Paris. Freundeskreise und Familien treffen sich zum Massenpicknick. Und weil Gott in Frankreich bekanntlich gerne und reichhaltig isst, reichten am Samstag auch in Hemer Bockwurst und Kartoffelsalat nicht aus. Was manche Gruppen in Kühlboxen, Taschen und Kisten in das Alte Casino schleppten, verdiente die Sterne eines Feinschmeckerlokals. Feinste Canapes, Roastbeef, Lachs, riesige Käse- und Fleischplatten, ja sogar eine weiße Cazpacho ließen sich die Gäste schmecken. Diese Leckereien vom Pappteller zu essen, ging natürlich gar nicht, so wurde auch das passende Geschirr fürs Menü gleich mitgebracht. Dazu schmeckte ein Gläschen Prosecco, Wein oder auch frisch Gezapftes aus dem eigenen Partyfässchen.

Die Geselligkeit stand im Mittelpunkt, doch ganz ohne Programm blieb auch das Massenpicknick nicht. Nach der Begrüßung durch den Fördervereins-Vorsitzenden Dr. Heinz-Jürgen Osing blickten Eckardt Lüblinghoff und Renate Saemann unterhaltsam auf das Weiße in Musik, Gesellschaft und Politik. Zauberhaftes Stelzentheater mit Jonglage und viel Humor bot das Duo „Einfach riesig“. Für das nächste Jahr hoffen nun alle auf eine Neuauflage im Freien.

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