Bahntrasse

„Mehrheiten für den Radweg sind gesichert“

Einweihung des Radwegs von der Ostenschlahstraße bis zur Stephanstraße

Einweihung des Radwegs von der Ostenschlahstraße bis zur Stephanstraße

Foto: IKZ

Hemer.   Der 255 Meter kurze Radweg auf dem ehemaligen Bahnhofgelände ist jetzt offiziell eingeweiht worden, mit der Hoffnung, dass eine baldige Verlängerung bis nach Menden erfolgt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Es ist nur ein kleines Stück Asphalt, das aber ein großes politisches Zeichen für den kompletten Radweg von Hemer nach Menden sein soll: Bürgermeister und Ratsfraktionen haben gestern den 255 Meter kurzen Radweg auf dem ehemaligen Bahnhofgelände offiziell eingeweiht.

Eingeweiht hat ihn eigentlich der 13-jährige Christian, der auf dem Rückweg von den Bundesjugendspielen der Delegation entgegenradelte und sich über das zahlreiche Publikum bei der „Zieleinfahrt“ wunderte. Er erlebte ein individuelles Radler-McDrive, denn der Anrainer McDonald’s sorgte für Stärkung und Erfrischung. „An der Straße war es viel riskanter“, freute sich der Schüler über den neuen Fuß-Radweg.

Das hörte Bürgermeister Michael Esken gerne, denn die jetzt für rund 55 000 Euro (85 Prozent sind Fördermittel) erstellten 255 Meter Asphaltdecke mit moderner LED-Beleuchtung sollen nicht im Niemandsland enden. So war die Einweihung vor allem ein politisches Signal, dass der Radweg auf der Bahntrasse um die 6,7 Kilometer bis Menden verlängert werden soll.

Am Vorabend noch hatte der MK-Lenkungskreis getagt, um ein Planungsbüro mit der Machbarkeitsstudie für die Bahnverbindung zu beauftragen. „Es gibt einen Zeitraum von 20 Jahren, bevor überhaupt eine Bahn fahren könnte. Die Zwischenzeit sollten wir mindestens für einen Fahrradweg nutzen“, betonte Esken.

Die Zeichen für den Bau stehen gut, berichtete der Bürgermeister über „gute Gespräche mit Straßen NRW“. Zurzeit werde ein Vertragsentwurf erstellt. Das Land möchte die Bahntrasse lieber von der Stadt Hemer mieten als kaufen, was aber finanziell für Hemer kein Nachteil sein soll. Dafür muss ein öffentlich-rechtlicher Vertrag geschlossen werden. Nach den Sommerferien sollen die Räte in Hemer und Menden den Vertrag beraten. Mit einer Ablehnung in der Nachbarstadt rechnet Esken trotz des dortigen grünen Widerstands nicht. „Die Mehrheiten sind sicher“, sagte er. Auch die Finanzierung durch den Bund sei gesichert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben