Millionenschwere Projekte für die Zukunft

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Hemer. "Diese Stadt wird umgebaut!" In einer Pressekonferenz gestern Nachmittag gab es einen Vorgeschmack auf das, was auf Hemer bis 2010 zukommt - und das nicht nur im Rahmen der Landesgartenschau. Vier Ausschüsse und der Rat müssen im August und Septem

So sorgte vor allem Bürgermeister Michael Eskens "Plan B" für Aufsehen - ein geplantes Zentrum für Sicherheits- und Katastrophenschutztechnik in Hemer. "Herr Zacher ist eigentlich der Plan B gewesen, falls es mit der Landesgartenschau nicht geklappt hätte. Wir hatten Angst vor einer Art Depression nach der vorherigen Euphorie!" Der "Plan B" hat sich mittlerweile zu einem gigantischen Projekt entwickelt. Bürgermeister Michael Esken und Michael Zacher von der Gesellschaft der Sicherheits- und wehrtechnischen Wirtschaft in NRW (GSW) kamen vor gut einem Jahr ins Gespräch. Gestern präsentierte sich das Vorhaben der GSW als ausgefeilt. Und die Zahlen, die Zacher präsentierte, lassen auf viele neue Arbeitsplätze hoffen. "Es gibt 52 Unternehmen, die sich dafür interessieren, in Hemer ihre Arbeit aufzunehmen", sagte Vorstandsmitglied Zacher. Die Unternehmen kommen nicht nur aus der Umgebung, sie kommen aus ganz Deutschland und dem Ausland. Die Vorreiterrolle im Zentrum für Sicherheits- und Katastrophenschutztechnik (ZSK) hat das Unternehmen Airmatic mit der Produktion von Kettenlöschfahrzeugen übernommen. "Bis jetzt haben wir 20 neue Arbeitsplätze geschaffen, es werden viele weitere folgen", so Prokurist Stefan Pöschel, der es kaum erwarten kann, bis sich das Gelände der Blücherkaserne mit weiteren Unternehmen aus der Branche füllt. "Durch Netzwerkbildung können wir eine Art Schaufenster schaffen, wo nationale und internationale Kunden einkaufen", hofft Pöschel auf einen durchschlagenden Erfolg.

Das Kernteam zum Aufbau des ZKS besteht zurzeit aus fünf Unternehmen und einer Hochschule sowie dem GSW als Multiplikator, um Interessenten zu gewinnen. Das ZSK Hemer soll in der ersten Aufbaustufe im September beginnen, wenn die Stadt Hemer das Bundeswehrgelände von der BIMA gekauft hat. Als Initialprojekt dient das Verbundvorhaben "Internationale Waldbrandbekämpfung".

Wenn Kultur-, Schul- und Sportausschuss sowie der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr am 14. August und der Rat am 18. September zusammenkommen, wird es zukunftsweisende Beschlüsse für die Felsenmeerstadt geben. So soll die Politik unter anderem den Bau einer Begegnungstätte und späteren Mehrzweckhalle auf dem Gelände der Blücherkaserne beschließen, die Einrichtung eines Kulturquartiers in der Kaserne auf den Weg bringen. Da der Umzug des Gymnasiums mit rund 25 Millionen Euro zu Buche schlägt, und die erhofften Zuschüsse nicht fließen, wird der Umzug des Gymnasiums auf das Konversionsgelände gestrichen.

Eine Entlastungsstraße für den Ennertsweg soll durch das Konversionsgelände führen Ein europaweiter Architektenwettbewerb soll den Hademareplatz nach vorn bringen. Der Bau des rund 25 Meter hohen Jübergturmes wird genauso Thema sein wie der "Felsenpark", der das neue Stadtquartier mit dem Felsenmeer und dem Standortübungsplatz Apricke verbinden soll. Desweiteren soll die Verkehrsführung im Bereich Ostenschlahstraße/Bahnhofstraße optimiert werden.

Denkt Kämmerer Werner Dodt an die nächsten Jahre, hat er vor allem den städtischen Eigenanteil von 13 426 Euro vor Augen, den die Stadt schultern muss. "Das ist nicht von Pappe", sagte er gestern, und: "Dann können wir kein anderes Leuchtturmprojekt verwirklichen!" Eines ist klar: Hemer wird zur Großbaustelle, da wird auch auf die Bürger eine große Belastung zukommen. Esken: "Das ganze Vorhaben ist sehr ambitioniert, und bis April 2010 muss alles fertig sein!" Bericht folgt.

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