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Mit 700 Besuchern in Oesbern fing Geschichte des WISPA-Festivals an

Wispa-Festival in Frönsberg

Wispa-Festival in Frönsberg

Foto: IKZ

Hemer.   Wenn eine Bergkuppe in Frönsberg bebt, dann ist Wispa-Zeit. Vom 30.Mai bis 1. Juni spielen 15 Bands auf der Weide.

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Traue keinem über 30! Man schrieb das Jahr 1983, als Winfried Spanke, in der Hemeraner und Mendener Jugendszene als „Wispa“ mehr als nur bekannt, diese im Umfeld der 68-Bewegung formulierte These endgültig ad absurdum führen wollte und seinen 30. Geburtstag als buntes, wildes Do-it-yourself-Festival in der Schützenhalle Oesbern feierte. Mit dem rekordverdächtigen Freundeskreis von annähernd 700 Gästen.

Größtes Musikfestival

30 Jahre sind seither ins Sauerlandgegangen. Winfrid Spanke feiert – äußerlich kaum, im Kopf kein bisschen gealtert – den 60. Geburtstag und das nach ihm benannte WISPA-Festival hat sich längst als größtes nichtkommerzielles Musikfestival weit und breit etabliert. Wobei der Begriff „etabliert“ überhaupt nicht zu diesem Happening passt, das vom 30. Mai (Fronleichnam) bis 1. Juni auf den Frönsberger Höhen seine 21. Auflage erlebt.

Fünfzehn Bands werden an den drei Tagen auf der Bühne stehen. Eine bunte Mischung aus all den musikalischen Stilen, die sich in den zurückliegenden Zielen im weiten Feld zwischen Beat, Folk, Rock, Pop, Punk und Blues so herausgebildet haben. Allen mitwirkenden Musikerinnen und Musikern aber ist eines gemeinsam: Sie wollen dabei sein und verzichten dafür auf jegliche Gage, die über Bier und Bratwurst hinausgeht. Und weil die Musik keiner bezahlen muss und die Mitglieder des Wispa-Vereins und alle anderen Helfer ehrenamtlich arbeiten, braucht auch diesmal niemand, der das Festival besucht, Eintritt zu bezahlen.

Winfried Spanke ist froh, dass das Festival auch in diesem Jahr wieder stattfinden kann, denn so einfach das oben geschilderte Konzept bei gutem Willen aller Beteiligten umzusetzen ist, so schwieriger gestalten sich die Rahmenbedingungen. Spätestens seit der Loveparade-Katastrophe von Duisburg sind die Sicherheitsvorschriften durch den Gesetzgeber so verschärft wurden, dass das Festival im Jahr 2011 abgesagt werden musste, weil kurzfristig nicht genügend Ordner rekrutiert werden konnten.

Stets ohne Zwischenfall

Eine Entscheidung, die die Verantwortlichen auch im Nachhinein akzeptieren, wobei Winfried Spanke nicht ohne Stolz darauf hinweist, dass es in 30 WISPA-Jahren nie zu irgendeinem ernsten Zwischenfall gekommen ist. Durch die Zusammenarbeit mit der Stufe 13 des Woeste-Gymnasiums konnte das Ordner-Problem schon im vergangenen Jahr gelöst werden und auch für das aktuelle Festival sind alle behördlichen Auflagen erfüllt. Wobei wiederum Winfried Spanke sowohl die Stadtverwaltung Hemer, die Feuerwehr und nicht zuletzt die Anwohner in Frönsberg für ihr Verständnis und positiver Förderung des Festivals lobt.

Am Fronleichnamstag eröffnet die Gruppe „Toxic Tribe“ den rockigen Reigen. Es folgen Took the Oath, Acrid Tones, Rolling Thunder und Next Try. Am Freitag beginnt Wutprobe um 15.45 Uhr, dann spielen die Fatlip Monkeys, Fernsucht, Dennis Woodstock & The Bang Bang Boogie Selection und Chrystal Pasture.

Am Samstag ab 15.45 Uhr lautet die Reihenfolge: Josie, Fail, Fullstack sowie Cherries On A Blacklist bevor ab etwa 22 Uhr der „Buena Wispa Social Club“ den Schlusspunkt setzt.

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