Musical

Mitreißende musikalische Zeitreise

70 Kinder und Jugendliche wirkten bei den beiden Aufführungen mit.

Foto: Ralf Engel

70 Kinder und Jugendliche wirkten bei den beiden Aufführungen mit. Foto: Ralf Engel

Hemer.   In zwei Aufführungen hat die Freie evangelische Gemeinde über 600 Zuschauer mit dem Kindermusical „Nebukadnezar“ begeistert.

Kann man in nur fünf Tagen ein völlig neues Musical einstudieren und mitreißend auf der Bühne präsentieren? Man kann, wenn die Zutaten aus einem charismatischen Regisseur, einer engagierten Crew und vor allem aus 70 begeisterungsfähigen und talentierten Kindern und Jugendlichen bestehen. Das hat die Freie evangelische Gemeinde am Wochenende erneut unter Beweis gestellt und in zwei Aufführungen über 600 Zuschauer begeistert.

70 Kinder zwischen 7 und 15 Jahren auf der Bühne

Im vergangenen Jahr hatte die Sundwiger Gemeinde erstmals das Team des christlichen Jugend- und Ferienwerks „Wort des Lebens“ zu Gast und zwei erfolgreiche Musical-Aufführungen gemeistert. Seither grassierte das Musical-Fieber, das jetzt die Höchsttemperatur erreichte. So meldeten sich auf einen Aufruf zum Mitmachen gleich 70 Kinder und Jugendliche. Der Premierenerfolg hatte sich offenbar herumgesprochen.

In den vergangenen Tagen gab es im Gemeindehaus an der Zeppelinstraße ein Wiedersehen mit Regisseur Alexander Lombardi. Er realisiert jährlich etwa 15 Musicalprojekte in Gemeinden oder Schulen. „Hier kann jeder mitmachen, alle haben toll mitgemacht, vor allem auch die Jüngeren“, blickte er vor der Premiere zufrieden auf die intensiven Proben. Zusammen mit einem vielköpfigen Team aus der Gemeinde übte er in weniger als 20 Stunden das Musical „Das Geheimnis des Feuerofens – Nebukadnezar“ mit unglaublicher Energie, Spaß und Gottvertrauen ein. Dabei mussten binnen kürzester Zeit Gesangstalente erkannt, Liedtexte auswendig gelernt und aufwendige Choreographien einstudiert werden.

Dass dies gelungen ist, erlebten die 600 Zuschauer am Samstag und Sonntag in der Aula des Gymnasiums. Am Sonntag musste die Gemeinde sogar das Foyer öffnen, um dem Andrang gerecht zu werden.

Geboten wurde den Zuschauern die alttestamentarische Geschichte des babylonischen Königs Nebukadnezar. Dieser errichtete eine Statue von sich und zwang alle Menschen, vor dieser niederzuknien. Als drei jüdische Freunde sich weigern, den Befehl auszuführen, lässt Nebukadnezar sie in den Feuerofen werfen. Da die Freunde jedoch überleben, wissen sie, dass ihr Gott sie gerettet hat und dass dieser der „einzig wahre Gott“ ist.

Moderne Bezüge durchzerstreuten Professor

Dass dies keine trockene biblische Zeitreise wurde, lag an vielen Bezügen zur Gegenwart, die durch den zerstreuten Professor Dr. Theo Logie und dessen „prototypologischen-dreidimensional-grafofonischen Hologrammerzeuger“ ermöglicht wurden. Selbst dass Tommy Hafer kurzfristig für den erkrankten Alexander Lombardi in die Hauptrolle des Tüftlers schlüpfen musste, wurde spontan gemeistert. Witzige Szenen, Gegenwartsdialoge über Gott und die Welt, mitreißende Lieder und perfekte Technik trugen ihr Übriges zum Erfolg bei. Schade war nur die zu kleine Bühne, auf der die hinteren Kinderreihen und deren Choreographien kaum zu sehen waren.

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