Hademarebad

Mobiles Kraftwerk auch für den Klimaschutz

Das Hallenbad bekommt ein Blockheizkraftwerk

Das Hallenbad bekommt ein Blockheizkraftwerk

Foto: Privat

Hemer.  Ein mobiles Blockheizkraftwerk sorgt für angenehme Wassertemperaturen im Hallenbad und produziert zusätzlich noch Strom für den Badbetrieb.

Eine mobile, 2,7 Tonnen schwere Anlage, die an zwei wechselnden Standorten Wärme und auch Strom produziert – was nach einem technisch anspruchsvollen Verfahren klingt, wird im Bäderbetrieb der Stadtwerke jetzt gängige Praxis. Denn seit kurzem sorgt ein mobiles Blockheizkraftwerk (BHKW) für angenehme Wassertemperaturen im Hallenbad, wohlige Wärme in den Räumlichkeiten und produziert zusätzlich noch Strom für den Badbetrieb.

Der überschüssige Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Mit einer Wärmeleistung von 101 kW und einer elektrischen Leistung von 50 kW ist die Anlage ein echter Kraftprotz, der im Vergleich zur bisherigen Wärmeerzeugung für das Bad jährlich ca. 120 Tonnen CO2 einspart. „Unser BHKW ist optimal für die Nutzung im Bäderbetrieb ausgelegt. Durch die moderne Brennwerttechnik entsteht auf sehr effiziente Art Wärme und Strom“, erklärt Projektleiter Bastian-Jendrik Rus von den Stadtwerken. So könne man pro Jahr einen fünfstelligen Eurobetrag bei der Energieversorgung für die Bäder einsparen. Demnach soll das Investitionsvolumen von rund 200.000 Euro in wenigen Jahren wieder eingespielt werden.

Der Betrieb der Anlage ist für mindestens zehn Jahre ausgelegt. Mit Hilfe eines Schwerlastkrans wurde das Blockheizkraftwerk an der Bahnhofstraße von einem Lastwagen gehoben. Gemeinsam mit einem Fachplanungsunternehmen und lokalen Handwerksbetrieben wurde das BHKW dann im Hademarebad installiert. Bei der Planung wurde auch ein logistisch und technisch möglichst einfacher Umzug bedacht.

Anlage kommt auch im neuenHallenbad zum Einsatz

„In wenigen Stunden ist die Anlage vom einen Standort zum anderen Standort transportiert und umgerüstet“, schildert Bastian-Jendrik Rus. Das auf einem Anhänger stehende Blockheizkraftwerk kann also schnell vom Hallenbad in das Freibad umziehen, wo es dann in den Sommermonaten für eine angenehme Wassertemperatur sorgt. In den Wintermonaten erfüllt es seine Aufgabe im alten bzw. ab 2022 im dann neu gebauten Hallenbad. „Mit der Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks setzen wir nun die Vorgaben für den steuerlichen Querverbund konsequent um. Für Hemer entsteht im Verbund mit der Stadt eine echte Win-Win-Situation“, freut sich Stadtwerke Geschäftsführerin Monika Otten.

Anfang des Jahres hat die Stadtwerke Hemer GmbH den Betrieb des Hallenbades und des Freibads von der Stadt Hemer übernommen, um steuerliche Vorteile nutzen zu können.

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