Musik

Musik für die Entspannung im Liegestuhl

Das Musiker-Duo Marc Gensior und Dirk Leiner spielen am Strandgarten im Sauerlandpark. 

Das Musiker-Duo Marc Gensior und Dirk Leiner spielen am Strandgarten im Sauerlandpark. 

Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

Hemer.   Strandgefühle im Sauerlandpark: Soulfood covern Popsongs und geben ihren Lieder eine besondere Note.

Ein Klangteppich voller Entspannung legt sich über den Strandgarten im Sauerlandpark. Mit Gitarre und Cajon bietet das Musikerduo Soulfood gerade die richtige Stimmung für einen Sommerabend auf der Liege. Die Musik hat dementsprechend am Samstagabend nicht zum Tanzen oder gar Abrocken eingeladen. Sie ist vielmehr Hintergrundmusik für einen entspannten Abend mit Cocktails und Strandatmosphäre gewesen.

Sänger Marc Gensior bringt es auf den Punkt: „Fühlt euch einfach wohl, ihr braucht auch gar nicht zu klatschen“, erzählt er in einem – im positiven Sinne – fast einschläfernden Ton. Ruhige Gitarrenklänge und fast schon sanfte Schläge auf dem Cajon, einer Art Kistentrommel, bringen genau diese Wohlfühlstimmung zum Ausdruck. Die Gäste haben es sich auf den Liegestühlen auf dem sandigen Boden des Strandgartens gemütlich gemacht. Manch einer schlürft genüsslich einen Cocktail, ein anderer Gast liest ein Buch, während die Klangwellen des Duos auf ihn einwirken.

Kreative „Mashups“ verbinden Lieder miteinander

Im Programm haben Soulfood vor allem Singer-Songwriter-Coversongs. Interpretationen der Lieder vom Musiker Ed Sheeran sind zu hören, ebenso wie von Snow Patrol oder Traveller. Ab und zu vermischen Soulfood zwei Lieder zu einem „Mashup“. Die Lieder gehen ineinander über und erzeugen so einen Rhythmuswechsel. Das ist zum Beispiel beim Mix von Ed Sheerans „Photograph“ und „Chasing Cars“ von Snow Patrol der Fall.

Aber nicht nur moderne Songs, sondern auch ganz andere Musikepochen greift das Duo auf. Interpretationen von Elvis Presley, The Jackson Five oder der Motown-Klassiker „My Girl“ von The Temptations haben die Musiker im Programm. Allerdings imitieren sie nicht die markante Stimme von Elvis Presley oder den Groove von The Temptations. Vielmehr fügen sie die Lieder in ihren eigenen Musikstil ein. Fast hört es sich so an, als würde ein Singer-Songwriter wie Ed Sheeran ein Lied vom „King of Rock’n’Roll“ interpretieren. Sänger Marc Gensior sagt dazu: „Wir covern viele Lieder, aber wir spielen sie auf unsere ganz persönliche Art.“ So gelingt es den beiden Musikern, auch eine knallige Popballade wie „Story Of My Life“ von One Direction auf ihren eigenen Stil umzumünzen. „Wir sind die älteste Boy-Band im Hemer“, scherzt Marc Gensior.

Zu der persönlichen Art gehört aber auch der Humor der beiden Jungs aus Wilhelmshaven. „Gestern waren wir noch auf den Krabbenkutter unterwegs, heute sind wir hier im Hemer“, spielen sie mit einem Augenzwinkern auf nordische Klischees an. „Wo ist denn eigentlich die Sonne, die haben wir doch bestellt“, leitet Gensior auf Ain’t No Sunshine“von Bill Withers über. „Wer das kennt, ist über 50“, kommentiert Gensior das Cover von „Kung Fu Fighting“ von Carl Douglas.

Plötzlich heben die Musiker die Geschwindigkeit an

Als gegen Mitte des Auftritts dunkle Wolken aufziehen, wechseln die eher entspannteren Singer-Songwriter-Töne teilweise in einen schnelleren Rhythmus. Mitten im Lied wird die Geschwindigkeit plötzlich angehoben, um die Lieder ein paar Takte später wieder im gewohnten, eher langsam-entspannten Rhythmus hören zu können. Teilweise geraten Reggae-Einflüsse in ein typisches Singer-Songwriter-Stück. Lange halten die Ausflüge in andere Stilrichtungen aber nicht an: Ruhe und Entspannung stehen bald wieder im Mittelpunkt.

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