Kriminalität

Mutmaßliche Spendenbetrüger in Hemer unterwegs

Spenden sammeln ist nicht verboten, doch wie in den Hemeraner Fällen unter Vortäuschen falscher Zwecke schon.

Spenden sammeln ist nicht verboten, doch wie in den Hemeraner Fällen unter Vortäuschen falscher Zwecke schon.

Foto: Dietmar Wäsche

Hemer.  Seniorinnen aus Hemer haben Anzeigen gegen Betrüger erstattet, die vorgegeben hatten, Spenden zu sammeln.

Am Freitagnachmittag waren mutmaßliche Spendenbetrüger unterwegs in Hemer. Zwei Opfer erstatteten laut Bericht der Polizei Anzeigen.

Gegen 16 Uhr wollte eine Seniorin ihre Wohnung an der Parkstraße verlassen. An der Tür fiel ihr ein, dass sie noch etwas vergessen hatte. Sie ging erneut in die Wohnung, ließ dabei jedoch ihre Tür offen. Als sie sich wieder umdrehte, stand plötzlich ein Paar hinter ihr. Die Frau sprach kaum Deutsch und hielt der Seniorin eine angebliche Spendenliste von UNICEF vor das Gesicht. Der Mann schaute sich in der Wohnung um. Die Seniorin spendete Geld und bat die beiden energisch, ihre Wohnung zu verlassen. Andere Bewohner sahen noch eine dritte Person im Hausflur.

Gegen 16.45 Uhr klingelten zwei Frauen und ein Mann (geschätztes Alter: zwischen 20 und 30) bei einer Seniorin in der Hochstraße. Angeblich wollten sie Geld für die Ukraine sammeln. Während eine der Frauen die Spende annahm, schauten sich ihre Begleiter in der Wohnung der hochbetagten Dame um. Gestohlen wurde nach ihren Angaben jedoch nichts. Die Polizei warnt: „Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung!Betteln oder Spenden zu sammeln, ist nicht verboten – das Vortäuschen falscher Zwecke ist jedoch ein strafbarer Betrug.“

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