Christliche Pfadfinder

Nachhaltigkeit als Thema für 350 Pfadfinder

Der VCP (Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder) Evingsen richtete das Landeslager in Ihmert aus

Der VCP (Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder) Evingsen richtete das Landeslager in Ihmert aus

Foto: Ralf Engel

Ihmert/Evingsen.   Die Evingser Pfadfinder meisterten eine logistische Herausforderung und richteten das Landeslager in Ihmert aus.

In diesem südlichsten Zipfel Ihmerts sagen sich eigentlich nur Fuchs und Hase gute Nacht: Am Löttringser Hahn gibt es nur Wald, Weide und Tausende kleiner Käfer, Strom und Wasser sind weit entfernt. Für vier Tage jedoch herrschte hier ein reges Treiben. Das Landeslager des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) führte 350 Pfadfinder aus ganz Westfalen zum großen Pfingstlager zusammen.

Die gastgebenden Pfadfinder aus Evingsen vom Stamm Ulrich von Hutten stellte dieses Naturidyll zum 90-jährigen Bestehen vor gewaltige logistische Herausforderungen, denn wie zuletzt vor 30 Jahren richteten sie das Landeslager aus. Eineinhalb Jahre Vorbereitung waren dafür notwendig und die Unterstützung des Landwirtes und vieler Helfer. „Für Pfadfinder mache ich das“, bekam Hans Gerd Mosch als einer der Leiter oft zu hören, das Pfadfindertum ist immer noch anerkannt und öffnet Türen.

200 Baumstämme für die große Zeltstadt auf dem Berg

Das Technische Hilfswerk übernahm die Wasserversorgung, zehn Dixi-Klos wurden geordert, für den Bau der Jurten und Kohten über 200 Baumstämme herbeigeschafft. Ob Brandschutz oder Abwasserbeseitigung, alles war bestens organisiert, und auch den Sturmböen an Pfingstsamstag hielt das Lager auf der Bergkuppe stand.

Das Thema Nachhaltigkeit spielte eine besondere Rolle, auch bei der Verpflegung. So wurden die Lebensmittel für alle 13 Stämme zentral eingekauft, möglichst regional mit wenig Verpackung. Bäcker, Bauern und Metzger lieferten direkt aus der Region. Anhand eines Rezeptbuches konnten die Pfadfinder täglich aus zwei Gerichten wählen und die entsprechenden Lebensmittelkisten abholen. Zu einem großen abschließenden Gemeinschaftsessen trug jeder Stamm etwas bei.

Auch thematisch ging es um Natur und Nachhaltigkeit. „Fauchi und die vier Elemente“ lautete das Motto. „Fauchi“ war dabei als Drache die Titelfigur. Dessen Drachenei musste zunächst bei einem Geländespiel ausgebrütet werden. Eine Schnitzeljagd führte zur Burg Altena. Am Sonntag ging es in Arbeitsgruppen um die vier Elemente Erde,Wasser, Luft und Feuer. So wurden beispielsweise Windspiele und Katapulte gebaut.

Am Sonntag stand bei bestem Sommerwetter ein Pfingstgottesdienst unter freiem Himmel im Mittelpunkt, den die beiden Pfarrerinnen Dr. Anke Edelbrock und Kerstin Othmer hielten. Unterstützt wurden sie von einem Gitarrenteam und vielen weiteren Pfadfindern. Die Pfingstgeschichte war zentrales Thema und Pfarrerin Dr. Anke Edelbrock erinnerte passend zum Motto und den Fridays for future an die Worte des Pfadfindergründers Robert Baden Powell: „Wir wollen die Welt ein wenig besser verlassen, als wir sie vorgefunden haben.“

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