Jugend

Offene Bolzplätze neben Bauwüste am Lamberg

Auf dem Lamberg wird es künftig einen neuen Bolzplatz geben.  Luftbild vom Schützenplatz Lönsweg mit neuer Bebauung in Westig in Hemer, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Auf dem Lamberg wird es künftig einen neuen Bolzplatz geben.  Luftbild vom Schützenplatz Lönsweg mit neuer Bebauung in Westig in Hemer, Sauerland, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Hemer.  Der erste Teilabschnitt der Freizeitfläche Lamberg ist jetzt freigegeben. Jugendliche können fortan das Areal nutzen.

Zur Eröffnung des ersten Teilabschnittes der Freizeitfläche Lamberg bot sich den Anwesenden ein merkwürdiges Bild. Einerseits präsentierte die Verwaltung am Dienstag die fertigen Ascheplätze, auf denen schon Jugendliche Fußball spielten. Andererseits sahen die Beteiligten den größeren noch unfertigen Part – eine Sandwüste mit meterhoch aufgetürmten Lärmschutzwänden. Schon jetzt können die Ascheplätze genutzt werden, mit der Fertigstellung des kompletten Areals rechnet Baudezernent Christian Schweitzer im kommenden Jahr.

Ausschuss-Mitglieder sehendie Früchte ihrer Arbeit

Den Mitglieder des Kinder- und Jugendhilfeausschusses ist die Freude anzusehen, als sie den Fortschritt ihres Projektes betrachten. Schon mehr als 20 Jahre arbeitet der Ausschuss daran, eine „Fläche für Jugendliche“ zu finden. Nun ist es nur noch eine Frage der Zeit. Diana Naujocks (CDU), stellvertretende Vorsitzende des Kinder- und Jugendhilfeausschusses sagt: „Mein Kind war zehn, als wir uns noch damit beschäftigt haben. Nun ist es 29 Jahre alt. Man darf nicht aufgeben.“

Auch sonst waren die Anwesenden glücklich darüber, dass die Jugendlichen „nun einen anderen Platz haben als McDonalds“. Hervorgehoben wurde ebenso, dass die Jugendlichen beim Projekt miteinbezogen wurden. „Toll finde ich, dass hier die Vorschläge und Wünsche der Jugendlichen umgesetzt wurden“, sagt Anke Strehl (SPD).

Bis zur Fertigstellung im kommenden Jahr soll sich der Platz logischerweise noch deutlich wandeln. Angefangen mit den monumentartigen Lärmschutzwänden, die dank Begrünung einen freundlicheren Anblick für die Anwohner bieten sollen. Für die Aufschüttung des Berges wurden im übrigen Bodenaushub der Sanierungsarbeiten an der Westendorfstraße verwendet. Christian Schweitzer sagt scherzhaft: „Ein Stück Ihmert ist nun auch auf dem Lamberg.“

Außerdem soll die Kletterwand – bisher eine nackte Betonwand – ihren eigentlichen Zweck ausüben können. Geplant sind zudem eine Slackline, Tischtennisplatten, ein Unterstand und ein Platz für das Osterfeuer. Im zweiten Bauabschnitt werden aber erst einmal die Stellplätze gebaut. Während der Bauarbeiten bleibt der Platz aber weiter geöffnet. Baustelle und Spielbereich werden, so Schweitzer, getrennt, Teile des Areals punktuell abgesperrt. Bisher wurden rund 256.000 Euro in die Maßnahme gesteckt. Ca. 181.000 davon stammen aus dem Kommunalinvest Förderprogramm.

Vertrauensvorschuss für die Jugendlichen

Allerdings wurde vor Ort auch ein anderes Thema besprochen: der mögliche Vandalismus am Objekt. „Wir sollten den Jugendlichen auch Vertrauen schenken. Schließlich ist es auch ihr Platz“, ist Diana Naujocks zuversichtlich. Viele der Anwesenden sehen auch nicht die Jugendlichen als Problem, sondern Gruppen von außerhalb, die mit dem neuen Bolzplatz anders umgehen. „Wir sollten das im Vorfeld aber nicht hochkochen lassen“, sagt Jörg Schulz (CDU). Laut Jugendamtsleiter Peter Brühmann gebe es wöchentliche Kontrollen „wie auf jedem Sportplatz“. Zudem ist eine Beleuchtung vorgesehen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben