Arbeitsplätze schaffen!

Peter Friedrich über Einwohnerrückgang: "Das kann man nicht so hinnehmen!"

Foto: IKZ

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Hemer. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten hält sich in Hemer die Einwohnerstatistik im Rahmen. In den 90-er Jahren bis 2005 war eine steigende Zahl zu verzeichnen. Seitdem ist Stagnation angesagt, und seit einiger Zeit ist die Zahl leicht rückläufig: Zum 31. Mai 2009 hatte Hemer 37.826 Einwohner

Von 1990 bis etwa 2003 sei es gemeinsam mit der Stadtsparkasse gelungen, Häuslebauer an Hemer zu binden, sagt Erster Beigeordneter Peter Friedrich im Pressegespräch: „Das hat sich völlig verändert. Die Leute können sich kein Haus mehr leisten heute.” Baugrundstücke müsse die Stadt trotzdem anbieten: „Der Mainstream geht eindeutig in die Innenstadt und nicht mehr auf die grüne Wiese.” Es gebe bereits Leerstände, die aber nicht besonders auffällig seien: „Es gibt weniger, als man meint.”

Die weiteren Einwohnerprognosen für den Märkischen Kreis seien dramatisch und nur mit der Situation Ostdeutschlands in den 90-er Jahren zu vergleichen, weiß Peter Friedrich. Jetzt sei in ganz Deutschland ein großer Einwohnerrückgang zu beobachten: „Das kann man nicht so hinnehmen!” Eine Stadt müsse für junge Familien attraktiv sein, und das Schaffen von Arbeitsplätzen sei der wichtigste Punkt. Das sei bisher in Hemer gut gelungen mit den Firmen Airmatic und ZSK. Dieses „Zentrum für Sicherheits- und Katastrophenschutztechnik" wolle von der Stadt Hemer in der ehemaligen Blücherkaserne weitere Gebäude erwerben, und Airmatic habe seinen Löschpanzer mittlerweile serienreif; im Herbst werde der zweite Panzer umgebaut, weiß Peter Friedrich: „Für uns sind das positive Signale! Alles, was die machen, schafft Arbeitsplätze.”

Und die Wirtschaftsförderung der Stadt Hemer werde immer maßgeblicher; es werde immer stärker sichtbar, so der Erste Beigeordnete, dass für jede Firma der Rote Teppich ausgerollt werde.

Das geplante „Fachmarktzentrum” im Bereich VAI-Seuthe sei aus Sicht der Stadtverwaltung auf einem ausgesprochen gutem Wege. Die Baugenehmigung sei erteilt. Woolworth bleibe hoffentlich in der Innenstadt - demnächst in einem „glänzenden Umfeld”, wenn Edeka vor Weihnachten zum Hademareplatz ziehe, wo im Bereich der ehemaligen Friedrich-List-Straße ein „grandioser Spielplatz” entstehe: „An einigen Stellen sieht man bereits das blaue Band (aus der Landesgartenschau). Das ist kein Bändchen, da kriegt die Innenstadt einen neuen Fluss.”

Zum Jahreswechsel 2008/09 hatte die Felsenmeerstadt 37.644 Einwohner, und zum 31. Mai 2009 gab es, wie oben erwähnt, 37.626 Hemeraner. Das sind 18.484 Personen männlichen und 19.142 Personen weiblichen Geschlechts, 33.887 Deutsche und 3739 Ausländer. Religiös betrachtet teilt sich die Bürgerschaft auf in 15.310 Evangelische, 11.524 Römisch-Katholische. Die Religionszugehörigkeit der restlichen 10.792 Hemeraner nennt die Einwohnermeldeabteilung der Stadt „verschieden”.

Im Mai 2009 gab es in Hemer 26 Geburten und 24 Sterbefälle, 336 Zuzüge (davon 224 Asylbewerber bei den Maltesern) und 266 Wegzüge (154 Asylbewerber).

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (15) Kommentar schreiben