Ausstellung

Pfadfinderwelt im gezackten Rand

Hemer.   Die Pfadfinder-Bewegung im Spiegel von Briefmarken und Post. Das Felsenmeer-Museum in Hemer lockt mit einer ungewöhnlichen Ausstellung.

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Die Asche der Feuer des großen Bundeslagers zu Pfingsten auf dem Mesterscheid ist noch nicht völlig erkaltet, da rücken die Pfadfinder schon wieder in den Blickpunkt. Und zwar diesmal mit einem gezackten Rahmen. „Die Pfadfinder und Philatelisten weltweit und in Hemer“ lautet der Titel einer Ausstellung und zweier Aktionstage, die am kommenden Wochenende in und am Felsenmeer-Museum stattfinden.

Pfadfinder und Briefmarkensammler, wie passt das zusammen? „Hervorragend“ findet Hans-Gerd Treschnak. Der 67-jährige Hemeraner ist von Kindesbeinen an leidenschaftlicher Sammler, Vorsitzender des Verbandes Philatelistischer Arbeitsgemeinschaften in Deutschland und Initiator der Ausstellung. Für die Realisierung seiner Idee konnte Treschnak sowohl den Hemeraner Pfadfinder-Ring, den Bürger- und Heimatverein Hemer als Hausherrn des Museums sowie die Stadt Hemer als Unterstützer gewinnen.

Wie sehr sich die internationale Pfadfinderbewegung seit vielen Jahrzehnten auch in der Welt der Postwertzeichen widerspiegelt, unterstreicht die Tatsache, dass es eine eigene Arbeitsgemeinschaft Pfadfinder unter den Briefmarkensammlern gibt. Alljährlich treffen sich diese Spezialisten an einem anderen Ort. Mit der Ausstellung in Hemer wollen sie diesmal einen ungewöhnlichen Weg gehen, die Philatelie wieder ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.

Die Ausstellung im Museum führt 13 Sammlungen von sechs Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft zusammen, die sich jeweils mit einem anderen Thema befassen. Und das nicht nur mit Briefmarken, sondern auch mit historischen Briefumschlägen, Postkarten, Briefköpfen, Stempeln und mehr, von denen viele aufregende Zeitzeugnisse sind. So befasst sich eine Sammlung mit dem Aufstand im Warschauer Ghetto im Jahr 1944 oder der politischen Entwicklung Deutschlands oder Osteuropas. Andere Geschichten, die in Briefmarken erzählt werden, sind die Pfadfinderpost, in der Pfadfinder als Briefträger fungierten, die Geschichte des deutschen Pfadfinderbundes oder das Pfadfindertum von dessen Begründer Baden Powell bis zur Gegenwart.

Zeltlager am Museum liefert handfeste Informationen

Aber es gibt am Wochenende nicht nur winzige Schätze in Vitrinen und Schautafeln zu bestaunen, sondern es ist auch eine handfeste Begegnung mit Pfadfindern möglich, die am Samstag und Sonntag auf dem Außengelände des Museums ein kleines Zeltlager aufschlagen und für die kleinen und großen Besucher auf diese Weise einen Blick auf das Pfadfinderleben ermöglichen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, 24. Juni, um 11 Uhr. Dazu hat auch der Bürgermeister sein Kommen angekündigt. Geöffnet ist sie an beiden Tagen von 11 bis 17 Uhr und das bei freiem Eintritt. Die Ausstellung im Museum kann noch bis Ende Juli zu den üblichen Öffnungszeiten besucht werden, dann allerdings ist der übliche Eintrittspreis zu zahlen.

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