46sieben

Plan für A46 frühestens in zwei Jahren fertig

Im Alten Casino haben sich in der vergangenen Woche Mitglieder des Politischen Begleitkreises und Vertreter des Landesbetriebs Straßen NRW getroffen. Diskutiert wurde der mögliche Untersuchungsraum der A46-Weiterführung. Neben anderen Hemeraner Politikern waren auch die beiden stellvertretenden Bürgermeister Wolfgang Römer und Bernhard Camminadi (dritte Reihe, 3..und 4. v. li.) anwesend.

Im Alten Casino haben sich in der vergangenen Woche Mitglieder des Politischen Begleitkreises und Vertreter des Landesbetriebs Straßen NRW getroffen. Diskutiert wurde der mögliche Untersuchungsraum der A46-Weiterführung. Neben anderen Hemeraner Politikern waren auch die beiden stellvertretenden Bürgermeister Wolfgang Römer und Bernhard Camminadi (dritte Reihe, 3..und 4. v. li.) anwesend.

Foto: Privat

Hemer/Menden.  Politischer Begleitkreis zum Autobahn-Lückenschluss tagte in Hemer. Das Naturschutzgebiet Waldemei ist erstmal vom Tisch.

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Bisher ist immer noch nicht klar, welchen Trassenverlauf der Lückenschluss der Autobahn A46 von Hemer bis nach Arnsberg-Neheim nehmen soll. Zumindest scheint aber der Untersuchungsraum für mögliche Trassen so gut wie eingegrenzt zu sein, bis zum Ende des Jahres soll es ein Ergebnis geben. Das bisher umstrittene Gebiet Waldemei dürfte dabei aber erstmal vom Tisch sein, wie es Sven Koerner, Leiter der Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift beim Landesbetrieb Straßen NRW, beim politischen Begleitkreis am vergangenen Mittwoch sagte.

Das Naturschutzgebiet befindet sich streng genommen zwar noch im Untersuchungsraum. Aus Gründen der Umweltverträglichkeit ist es aber unwahrscheinlich, dass die Trasse der A46 künftig durch die Waldemei führt. „Aus ökologischer Sicht und wegen bestehender Siedlungsbereiche kommt dort eine Trasse für die 46sieben aber sicher nicht in Betracht“, erklärte Sven Koerner.

Was allerdings immer noch im Gespräch ist, ist der Untersuchungsraum unterhalb des Luerwaldes. Einigkeit darüber herrschte beim politischen Begleitkreis allerdings nicht. Weiterhin bleiben Fragen offen, wie der südliche Raum umweltverträglich und bautechnisch möglich umbaut werden soll, heißt es in einer Pressemitteilung des Landesbetriebs Straßen NRW.

Trassenverlauf ist noch „völlig offen“

Der neueste Entwurf des Landesbetriebs sieht die vierspurige Weiterführung der Autobahn A46 bis Menden vor, die dann durch eine dreispurige Bundesstraße bis Arnsberg-Neheim fortgesetzt werden soll. In der Diskussion stehen ebenso eine Tunnellösung, die vom Mendener Rat vorgebracht wurde, und eine Netzlösung des BUND.

Beim politischen Begleitkreis wurde darauf hingewiesen, dass der Ratsbeschluss in Menden für die Auswahl der Trassenführung nicht bindend sei, wie es der bei der Sitzung anwesende Hemeraner Ratsherr Wolfgang Römer (CDU) berichtet. „Es wurde klar gesagt, dass die wirtschaftlichste Variante genommen werden soll“, resümiert er.

Über den endgültigen Trassenverlauf wollen die Planer bis zum Jahr 2021/22 entscheiden. „Wenn das so hinkommt, wäre das optimal“, beschreibt es Michael Schmitz, Medienreferent für Straßen.NRW. Der Trassenverlauf sei jedoch noch „völlig offen“. Zudem gebe es noch zahlreiche Hürden.

Seit den 70er Jahren ist der Lückenschluss der A46 nach Arnsberg in der Diskussion. Die Baumaßnahme steht mit vordringlichem Bedarf im Bundesverkehrswegeplan für 2030, dem Instrument der Bundesregierung zur Verkehrsplanung. Laut dem Verkehrswegeplan ist der Vorentwurf der Planung seit 2007 in Bearbeitung. Die Strecke umfasst eine Länge von 19,8 Kilometern. Der Bund erhofft sich dadurch eine Entlastung der Verkehrswege.

Gesamtprojektkosten von 510 Millionen Euro

Die Gesamtprojektkosten betragen, so der Verkehrswegeplan, rund 510 Millionen Euro. Dies dürfte aber nur eine Schätzung sein. „Wenn der Trassenraum feststeht, kann man konkreter rechnen“, so Wolfgang Römer.

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