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Polizei fasst mutmaßliche Tankstellenräuber

Nach den Raubüberfällen auf Tankstellen in Menden und Hemer

Foto: Michael May

Nach den Raubüberfällen auf Tankstellen in Menden und Hemer Foto: Michael May

Hemer/Kreis.   Die Polizei konnte fünf Männer, unter anderem aus Hemer und Iserlohn, nach Zeugenhinweisen festnehmen. Sie sollen Tankstellen überfallen haben.

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Schneller Fahndungserfolg für die Polizei des Märkischen Kreises: Nach einer Reihe von vier Tankstellenüberfällen zwischen dem 29. Dezember und dem 29. Januar in Menden und zuletzt Bredenbruch (diese Zeitung berichtete), hat die Polizei fünf Tatverdächtige festgenommen.

Der Kern der mutmaßlichen Täterbande besteht aus drei Personen. Hinzu kommen wohl zwei Beteiligte, die laut derzeitigem Ermittlungsstand bei jeweils einem Überfall dabei gewesen sein sollen – eine Person davon ist aus Iserlohn. Die vier weiteren stammen aus Hemer und Balve. Alle Tatverdächtigen sind zwischen 17 und 20 Jahren alt.

„Es war schnell klar, dass es sich um Serientäter handelt“

Die Polizei des Märkischen Kreises hatte am Donnerstagnachmittag eigens zu einer Pressekonferenz ins Kreishaus nach Iserlohn geladen, um Details der Festnahme zu verkünden. „Nach dem zweiten Überfall war uns schnell klar, dass es sich um Serientäter handelt“, erklärte Kriminalhauptkommissar Heino Dönges, der zuständige Sachbearbeiter innerhalb der eigens eingerichteten Ermittlungskommission. Die Polizei fahndete daraufhin öffentlich unter anderem mit Bildern der Täter aus Überwachungskameras.

„Ein Hinweis aus der Bevölkerung hat den Stein ins Rollen gebracht“, führte Dönges weiter aus. So habe einer der Tatverdächtigen in Lendringsen versucht, bei den Überfällen gestohlene Zigaretten zu verkaufen. Ein Zeuge habe dabei den Vornamen des Mannes „aufgeschnappt“ – und der Polizei so entscheidend in die Spur geholfen.

In der Folge habe es „verdeckte Ermittlungen“ gegeben, so Dönges, unter anderem „im Bereich Telekommunikation“. Auch weil zunächst unklar war, ob die Täter bei ihren Überfällen eine scharfe Waffe benutzt hätten, habe man „die Situation schnell bereinigen“ wollen.

„Schießübungen im Hönnetal veranstaltet“

Wie berichtet, hatten die Täter bei allen vier Überfällen Mitarbeiter mit einer vorgehaltenen Waffe bedroht. Und so wurde einer der drei mutmaßlichen Haupttäter schließlich festgenommen, nachdem er im Bereich Hönnetal „Schießübungen veranstaltet“ hatte, wie es Dönges ausdrückte. Bei der bei der Festnahme sichergestellten mutmaßlichen Tatwaffe handelt es sich um eine Schreckschusspistole.

Nach der ersten Verhaftung ging es dann schnell. Vier weitere Männer wurden ermittelt, Beweismaterial sichergestellt. Und: „Die Verdächtigen sind zum Teil geständig“, erklärte Dönges weiter. „Die Ermittlungen werden bald abgeschlossen sein“, gab sich der Kriminalhauptkommissar zuversichtlich.

Für die Verdächtigen sind zunächst fünf Haftbefehle erlassen worden. Drei der mutmaßlichen Täter sitzen in Untersuchungshaft. Bei zweien von ihnen wurde der Haftbefehl inzwischen wegen „günstiger Prognose“ ausgesetzt. Einige der Männer sind wegen geringfügiger Delikte bereits polizeilich bekannt.

Laut Heino Dönges drohe den Haupttätern nun ein Strafmaß um fünf Jahre. „Angesichts von kaum 2500 Euro Beute lohnt das kaum.“

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