Einstimmiges Votum

Radwegebau ohne Menden

Für den Radweg sollen die letzten Gleise aufgenommen werden.

Für den Radweg sollen die letzten Gleise aufgenommen werden.

Foto: IKZ

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Hemer. Sie sind das Thema Radweg auf der Bahntrasse Hemer-Menden nach gut fünfjähriger Diskussion ganz offensichtlich leid: Hemers Politiker haben gestern Abend ohne weitere Aussprache im Hauptausschuss einstimmig für einen Vertrag mit Straßen.NRW zur „Überlassung der Bahntrasse zum Zwecke des Radwegebaus“ gestimmt. Im Rat dürften damit beim abschließenden Votum am kommenden Dienstag keine Überraschungen zu erwarten sein.

Städtisches Grundstück

Nach der Verwaltungsvereinbarung mit Straßen.NRW bleibt die Bahntrasse entlang der B 7 in städtischem Besitz. Der Bund kann sie nicht abkaufen, da sie für den Bahnverkehr gewidmet bleibt. Hemer erhält eine jährliche Nutzungsentschädigung von 2000 Euro. Die Baukosten für den bundesstraßenbegleitenden Radweg in Höhe von rund 950 000 Euro trägt Straßen.NRW. Der 13,8 Kilometer lange Radweg reicht vom Felsenmeercenter bis zum Felsenkeller auf Mendener Gebiet, dennoch hat die Nachbarstadt baurechtlich keine Einflussmöglichkeit.

„Risiken einschätzbar“

Bürgermeister Michael Esken verwies einleitend nochmals auf die in der Beschlussvorlage dargestellten Risiken. Sollte die Trasse vor der Abschreibungszeit von 25 Jahren wieder für Schienenverkehr benötigt werden, müsste die Stadt die Investitionssumme für die Restzeit anteilig zurückzahlen. „Das Risiko ist einschätzbar. Selbst bei einer positiven Machbarkeitsstudie fahren Züge frühestens in 20 Jahren“, so der Bürgermeister.

Nur geschätzt werden können aktuell auch die Rückbaukosten der Gleise, die die Stadt übernehmen muss. Die Erlöse aus dem Stahlverkauf sollen Demontage und Entsorgung der Bahnschwellen weitestgehend decken, antwortete die Stadt auf eine entsprechende UWG-Anfrage.

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