Sparkasse Märkisches Sauerland Hemer-Menden

Ratsversammlungen einstimmig für die Fusion der Sparkassen

Foto: IKZ

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Hemer/Menden. Die Stadträte in Hemer und Menden haben die Fusion ihrer Sparkassen am Dienstag auf den Weg gebracht - einstimmig.

Die Hemeraner tagten ab 18 Uhr im Woeste-Gymnasium, wobei man eine echte Ratssitzung mit 25 Tagesordnungspunkten abzuarbeiten hatte. Die Kollegen in Menden berieten bereits seit 17 Uhr die beispiellose Lage ihrer Sparkasse Menden als einzigen Tagesordnungspunkt und übten sich dabei noch immer in Vergangenheitsbewältigung, wie Hemers Bürgermeister Esken aus der Ferne richtig diagnostierte.

Einen wichtigen Gast hatten die Mendener in ihren Reihen mit dem westfälischen Sparkasssenpräsidenten Rolf Gerlach, der eindringlich und mit Überzeugungskraft Klartext sprach und dazu beitrug, dass der Mendener Ratsbeschluss einstimmig wurde. Seit Jahren habe der Verband die Sparkasse Menden gewarnt, dass ihr Risikomanagement zu riskant sei, so Gerlach, und viele kleine Sparkassen seien ja im Prinzip gut, aber diese märkische Fusionssparkasse werde mit hoher Wahrscheinlichkeit im Jahre 2014 noch weitere Mitglieder haben.

In Hemer musste viel Zeit überbrückt werden. Einmal knöpfte sich die Mehrheit kritisch das jüngste Wahlkampfblatt der UWG vor mit seinen Falschmeldungen, so dass sich Michael Heilmann (UWG) bei Esken später für die große Aufmerksamkeit bedankte. Und Sparkassendirektor Dietmar Tacke musste die Vorteile der Fusion erläutern, nannte dabei Hemers Sandwichlage zwischen Menden und Iserlohn als Kriterium für die Schaffung einer guten strategischen Ausgangslage für die Zukunft. Die Sparkasse Hemer habe „ein sehr, sehr erfolgreiches Geschäftsmodell entwickelt” und „wir trauen es uns zu, das Modell auf andere Sparkassen zu übertragen”. Der Marktanteil in Hemer liege „konversativ gesprochen knapp über 60 % und werde dabei höher sein, „und andere Sparkassen haben das nicht”. Hemer habe die Sparkasse in der Region mit der größten Eigenkapitalstärke, aufgebaut seit 20 Jahren; diese Stärke wolle man für strategische Entscheidungen nutzen. So sprach Tacke, und in Menden formulierte es Westfalens Sparkassenpräsident sinngleich ähnlich mit Überzeugungskraft. Rolf Gerlach bezifferte auch die zwei "Schutzschirme": 20,2 Mio. Euro aus Münster, und Hemer steuert 1 Mio. Euro bei.

In Hemer benannte man die Mitglieder der Verbandsversammlung: für die CDU Doris Ebbing, Hans Schmöle, Dr. Michael Rübsam, Claus Ferrire, Renate Saemann, Jürgen Otte, für die SPD Friedhelm Hepping, Inge Blask, Bernd Camminadi, dann für die UWG Michael Heilmann und Klaus Schreiber, für die GAH Bodo Jacobsen sowie Hans-Jürgen Großmann (FDP).

Gerlach ließ nach 20 Uhr telefonisch nachfragen, ob er noch nach Hemer kommen solle. „Wir wünschen ihm einen guten Nachhauseweg”, ließ Esken bestellen.

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